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Januar 2012


 


Aus unserem Archiv



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Das Auge des Hurrikans
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An Chile wurde in den
1970er Jahren das Para-
digma des Freien Welt-
marktes getestet. An-
fang der 80er Jahre
wurde dieses Paradigma
auf rund 90 Ökonomien
in sogenannten 'Ent-
wicklungsländern' über-
tragen. Diese "Struktur-
anpassungs-Programme"
führten jedoch oft zu
noch mehr Ungleichheit,
Armut und Umwelt-
schäden. (Walden
Bello, 01. 05. 2007)




Was heißt Globalisierung?
...
Das Zeitalter der Glob-
alisierung ist gekenn-
zeichnet von rasanten
Veränderungen. Das
lässt sich leicht an
Indikatoren wie Welt-
handel und Auslands-
investitonen, der Ent-
wicklung im Verkehrs-
und Kommunikations-
wesen oder der Anzahl
von internationalen
Konzernen ablesen.
Begleitet werden diese
Veränderungen von
einem tiefen Unbehagen
darüber, dass die Kluft
zwischen Arm und Reich
immer noch größer wird,
die Zerstörung der Bio-
sphäre fortschreitet
oder sich der Einfluss
der Mediengiganten
kontinuierlich ausweitet.
(Reinhold Wagnleitner,
01. 03. 2003)
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Neue Texte


(c) Mihaela Marin
  Tschechow, hautnah

  Büchner, Camus, Dostojewski, Ionesco, Caragiale
  und Garcia Lorca, dazu fünfmal Tschechow und
  viermal Shakespeare: Zehn Tage lang durfte sich  
  Bukarest auch dieses Jahr wieder Rumäniens "Theater-
  hauptstadt" nennen. I
m Zentrum der Festspiele stand
  heuer der international anerkannte Regisseur Andrei
  Şerban, der seit 1992 die Theaterabteilung der
  Columbia University leitet.
(Irina Wolf, 23. 12. 2011)


 

  Vorstoß ins Ausklammerungsgut
  Das Ausklammerungsgut ist eine mittelgroße Land-
  strecke jenseits der Festspielstadt Salzburg, innerhalb
  derer sich alles ausklammern lässt, was nicht mehr so
  recht ins Konzept passt.
Erfunden wurde das Ausklam-
  merungsgut von einem hartgesottenen Herausgeber,
  Essayisten und Sprachpolizisten, der sein Zelt anno
  1991 in der Nähe des Hauptbahnhofs aufgeschlagen
  hatte ...
(
Vasile V. Poenaru, 27. 11. 2011)

 


 
Vergessene Inseln der Literatur
  Das vom moldauischen Cartier Verlag veröffentlichte
  Buch Archipel ermöglicht auf über 360 Seiten einen
  einmaligen Einblick in die Literatur der Republik Moldau.
  Die von Vitalie Ciobanu ausgesuchten Schriftsteller
  laden in dieser dreisprachigen Anthologie auf eine liter-
  arische Reise durch die geschichtlichen Wandlungen
  der im östlichsten Teil Europas liegenden Republik ein.

 
(
Irina Wolf, 28. 10. 2011)

 


  "Zu Hause bin ich nirgends richtig"

 
Der mit seinen "Faustini"-Romanen einem größeren
  Publikum bekannt gewordene Vorarlberger Schriftsteller
  Wolfgang Hermann spannt im Aurora-Interview den
  Bogen vom Salzkammergut bis nach New York und
  philosophiert unter anderem über Fragen der eigenen
  Identität: "Wenn ich wüsste, wer ich bin, müsste ich
  vielleicht nicht schreiben. Weil ich es aber nicht weiß,
  schreibe ich."
 (Vasile V. Poenaru, 29. 09. 2011)


 

  Zwischen Räucherstäbchen und Schrammelmusik
  Besucher, die aus Hermannstadt zurückkommen,
  können mit dem Schwärmen gar nicht aufhören. Keine
  andere Stadt Rumäniens veranstaltet alljährlich ein
  vergleichbares Fest: Mit einem hochkarätigen Pro-
  gramm internationaler und heimischer Vorstellungen
  aus allen Sparten der darstellenden Kunst schlug das
  Internationale Theaterfestival vom 27. Mai bis 5. Juni
  ein weiteres Kapitel seiner Erfolgsgeschichte auf.

  (Irina Wolf, 25. 08. 2011)

 

  Liebe, Verachtung, Trotz
  Das Smeds Ensemble inszeniert bei den Kammerspielen  
  München mit "Gott ist Schönheit" (nach dem Roman
  Paavo Rintalas) eine Hommage an den finnischen Maler
  Vilho Lampi, der von 1898 bis 1936 meist in Liminka
  lebte. Er malte expressiv-realistische Selbstporträts,
  Porträts von einfachen Leuten, Landschaften,
  Stillleben.
(Tina Karolina Stauner, 31. 07. 2011)

 

  Teamarbeit im Stiegenhaus
 
Im Mittelpunkt des jüngsten Theaterfestivals im 
  rumänischen Temeswar standen sozialpolitische
  Themen von brennender Aktualität, wie Gewalt in
  der Familie, Probleme der Roma, Obdachlosigkeit
  oder die zunehmende Emigration der jungen
  Generation.
(Irina Wolf, 25. 06. 2011)


 

  Milva torna al Piccolo
  Piccolo Teatro, März 2011. Italien feiert 150 Jahre
  Einheit. Kulturelle Einheit, das ist das Programm des
  Piccolo. Das Programm seines Mitgründers, des ver-
  storbenen Theatermagiers Italiens, Giorgio Strehler.
  Un teatro d'arte per tutti
, Theater für alle, aufklär-
  erisch, emanzipatorisch, kritisch. Der Gegenentwurf
  zu der zeitgenössischen Form von Brot und Spielen,
  die Berlusconis Privatfernsehen bereit hält.
 
(Lars Castellucci, 27. 05. 2011)




  Tremolando
 
Der neue Lyrik- und Erzählband des in Wien lebenden
  Dichters und studierten Philosophen René Steininger ist
  ein filigranes Stück poetischer Weltbetrachtung. Das
  dem Band vorangestellte Motto: Der "Gewinn, irgendwo
  anders zu sein" zeichnet in erster Linie ihn selbst als
  einen im besten Sinne besessenen Wanderer aus, der
  auf seinen Reisen zum untrüglichen Zeitdiagnostiker
  wird.
(Dagmar Kostalova, 29. 04. 2011)




 
Bilder-Propaganda

  Anzunehmen, dass die PR-Abteilung von BP etwas
  anderes auf Ihre Website
stellt als was den eigenen
 
Zwecken dient, ist naiv. Und ebenso gilt: BP vorzuwer-
  fen, dass
sie für sich wirbt, verkennt das Wesen einer
  Konzern-Webpage. Vorausgesetzt, dass bei einer Kata-
 
strophe wie derjenigen im Golf vom Mexiko die üblichen
  Regeln gelten. Das tun sie aber nicht, denn in diesem
  Fall ist Aufklä
rung nicht nur gefragt, sie ist Verpflich-
 
tung. (Hans Durrer, 29. 03. 2011)


 

  Kontinent Kraus
  Wenn eine österreichische Kulturzeitschrift sich in
  aller Breite mit einer anderen österreichischen Kultur-
  zeitschrift auseinandersetzt, interessiert das in der
  Regel nur Spezialisten. Nicht so in diesem Fall: Die
  beiden Herausgeber heißen Karl-Markus Gauß und
  Karl Kraus.
(Vasile V. Poenaru, 22. 02. 2011)




  "Gutes Theater soll provozieren"

 
Beim diesjährigen Theaterfestival in Bukarest hatten
  neben den hochkarätig besetzten Auslandsgästen vor
  allem die eigenen Spielgruppen bei den Zusehern einen
  Stein im Brett.
Rodrigo Garcias No dogs allowed, eine
  Uraufführung des Nationaltheaters "Mihai Eminescu"
  Temeswar, war dabei das unbestrittene Highlight der
  Festspiele.
(Irina Wolf, 18. 01. 2011)


 

  In this cave I am king!
  Das hatte ich mir als imposanter Familienvater und
  stolzer Mieter einer Wohnung in der größten kana-
  dischen Metropole gedacht. Stattdessen zog durch  
  unseren Wohnblock eine beinah vorgeschichtliche
  Kälte von Höhle zu Höhle, während die Verant-
  wortlichen hinter versteinerten Paragraphen in
  Deckung gingen. (Vasile V. Poenaru, 16. 12. 2010)




 
Nagib Machfus: Die himmlische Begegnung
 
Der ägyptische Literaturnobelpreisträger Nagib
  Machfus stammte aus einer einfachen Beamtenfamilie.
  Er schrieb über die Schwächen, Marotten, Sehnsüchte
  und Ängste des kleinen Volkes und gilt als "Vater des
  Romans" im arabischen Sprachraum. Der hier vorge-
  stellte Sammelband vereint Erzählungen aus vier
  Jahrzehnten.
(Kristina Werndl, 12. 11. 2010)

 


 
Cruise America
  Ein Gespräch mit dem Fotografen Godehard Erich-
  landwehr anlässlich seines neuen Buchs Cruise
  America
: "
Wir kamen gerade von einer Tankstelle,
  als ich diese Straßenlampe zwischen all den Palmen
  sah ...".
(Reinhard Winkler, 09. 11. 2010)


 

  Brücken zwischen West und Ost
  Mit Projekten wie "Die Besten aus dem Osten!" gelingt
  dem Wiener Volkstheater einmal mehr eine Öffnung
  des Hauses. Vor allem aber können nicht nur das
  Wiener Publikum, sondern auch die Wiener Künstler
  ein wenig in die unbekannte Theaterwelt der östlichen
  Nachbarn hineinschnuppern.
(Irina Wolf, 06. 10. 2010)
 



  Archiv 2010

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Schwerpunkt
Science Fiction

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Ist die Science Fiction
in der Krise? Ja, meinen
ihre Kritiker! Denn viele
der Probleme, mit denen
sich die SF beschäftigt
Entwürfe von Über-
menschen, das Schicksal
ganzer Zivilisationen, der
Kontakt mit außerirdi-
schen denkenden Wesen
müssten auf ganz außer-
gewöhnliche Weise darge-
stellt werden. Der "außer-
menschliche", "über-
irdische" Blick auf die
Menschheit wäre gefragt.
Doch daran scheitern
die meisten SF-Autoren.
Stattdessen überfluten
"sharecropping"-Produkte
den Markt, Masse kommt
vor Qualität ...
 

 


Schwerpunkt
Rumänisches Theater


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Wollte man in den
1980er Jahren in Rumä-
nien ins Theater gehen,
musste man
damit rech-
nen,
keine Eintrittskarte
mehr zu bekommen. Trotz
winterlicher Temperatur-
verhältnisse im Zuschau-
erraum waren sämtliche
Aufführungen ausverkauft.
Nach dem Umsturz von
1989 war das Theater
wie gelähmt. Fast zwan-
zig Jahre danach ist auf
den rumänischen Bühnen
wieder Leben eingekehrt:
innovativ und provokativ
versucht eine junge Garde
von Theatermachern,
 wieder Menschen in die
Bühnenhäuser zu locken.
(
Noul proiect al revistei
Aurora
incearca sa schi-
teze o imagine a teatrului
romanesc contemporan.)
 

 


Buchtipp

Alina Mazilu/
Medana Weident/
Irina Wolf (Hg.)
Das rumänische
Theater nach 1989
.
Frank & Timme, 2011.
ISBN: 9783865962904.

 

 


        

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