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Aus unserem Archiv

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"Richtige antworten,
falsche Fragen"
.
Rumänien wird von
einer Drift in die
Rechts-
radikalität bedroht,
aber auch von der
mafiosen Unterminierung.
Wie gut diese beiden
Entwicklungen miteinan-
der konvergieren,
nämlich
die Sündenböcke benen-
nende Ideologie der
Großrumänischen Partei
und die
darob ungestört
fortschreitende Verlu-
derung, das zeigt sich
allenthalben.
(Martin A. Hainz,
01. 02. 2007)

J. D. Salinger: Der
Fänger im Roggen
...
Jerome D. Salinger,
am
1. Januar 1919 in New
York geboren, ist das
größte lebende Schrift-
steller-Phantom. Seit 49
Jahren gibt es von ihm
kein öffentlich gesproch-
enes Wort, seit 36 Jahren
keinen neuen Text. Bis heute hat er nur vier
schmale Bücher veröf-
fentlicht und wäre damit
wohl ein Niemand
geblieben, hieße nicht
eines dieser Bücher
"Der Fänger im Roggen"
... (Peter Oefele,
02. 02. 2003).
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Neue Texte
Mit anderen Augen. An anderen Orten.
Österreichische Studenten in
Temeswar, rumänische
Studenten in Wien.
Ein Austausch, ein Umtausch,
ein Rausch? Was kommt heraus, wenn
andere das
Eigene neu betrachten
– ungelenkt und ohne
Reiseführer?
(Martha
Schlickenrieder, 02.
01. 2010)
Unterricht im Doppelpack
Zu Ehren des
hundertsten Geburtstages von Eugène
Ionesco bot das
Pygmalion Theater dem Wiener
Publikum zwei Versionen ein und
desselben Stücks:
"Die Unterrichtsstunde" lieferte reichlich Anschau-
ungsmaterial,
wie aus Sprachlosigkeit
und Verwirrung
Mord werden kann. Ein Höhepunkt des absurden
Dramas und zugleich einer der menschlichen Abgründe.
(Irina
Wolf, 15. 12. 2009)
Geklonte Identitäten
Fast zwei Stunden
scheinbar wirrer Episoden, Livemusik
auf der Bühne, Filmeinblendungen auf der Leinwand,
Tanzsolos und einstudierte Bewegungen
im Gleichtakt
mehrerer Tänzer: Dies sind unverwechselbare
Merkmale
einer Theaterperformance
des flämischen Künstlers
Jan Lauwers und
seiner Needcompany.
(Irina Wolf, 01. 12. 2009)
Frauen sind trügerisch
Duca ist ein Zyniker. Die unschuldige Gilda opfert ihr
Leben für ihn, während er im Schlafzimmer einer
anderen singt. La donna e mobile ...? (Martha
Schlickenrieder, 25. 11. 2009)
Schmalhans als Küchenmeister
Auch die
Bukarester Theaterfestspiele mussten im
Wirtschaftskrisenjahr
2009 gehörig
Federn lassen. Mit
nur der Hälfte des früheren Budgets
auszukommen,
verlangte von der jungen
Intendantin ein gehöriges
Maß an Improvisationstalent. Trotz der
Einschränkun-
gen erlebten die
Besucher ein Spektakel der Sonder-
klasse: Über neun Tage hinweg
wurden fünfunddreißig
Stücke aufgeführt, darunter fünf Debüts und eine
Handvoll Opern. (Irina
Wolf, 20. 11. 2009)
Erinnerungsräume, Sprachgedächtnisse
Wie
steht es eigentlich um das Verhältnis der
jugoslawischen Nachkriegsstaaten und ihrer
Bevölkerungen zueinander? Sind die alten Konflikte
zwischen den nunmehrigen Nachbarn
immer noch
spürbar? War Jugoslawien
tatsächlich eine "Lüge"?
(Katharina
Manojlović, 10.
11. 2009)
Feder, Geige und
Dirgentenstab
Eine Wolke
aus Musik schwebte im September über
der rumänischen Hauptstadt.
Vier Wochen lang
feierten die Bukarester das Vermächtnis eines
ihrer
größten
musikalischen Dichter: George Enescu.
(Irina Wolf, 08. 10. 2009)
Enzyklopädie der
Melancholie
Die
vergessenen Ränder
der Geschichte, die
Außenposten der Gesellschaft, das waren
seit jeher
die
großen, sich stetig
wiederholenden Themen im
Schaffen des 2001 verstorbenen
deutschen Schrift-
stellers W. G. Sebald. Kein
anderer deutscher
Autor
hat in seinen Büchern
die Verwüstungen der Zivilisation
drastischer vorgeführt, keiner
die Atmosphäre der
Hysterie in
bedrückenderen Bildern einzufangen
gewusst als Sebald, der als eigenständiger Stilist
literarische
Gattungsgrenzen
sprengte.
(René
Steininger, 15. 09. 2009)
Zug des Lebens
Ihr
Erstlingswerk brauchte Zeit, um zu reifen: Bereits
1983 ist
Domnica Radulescu aus
Rumänien in die USA
geflüchtet, hat dort eine Familie gegründet
und sich zu
einer angesehenen
Romanistin und Theaterforscherin
emporgearbeitet. Ihren ersten
Roman schrieb sie aber
erst jetzt: "Zug nach Triest" ist die autobiographisch
inspirierte Geschichte einer Frau,
die sich auf einer
Lebensreise quer durch alle Sphären befindet –
beginnend mit dem
kommunistischen
Rumänien, einer
Flucht quer durch Europa bis nach Übersee ins
Exil.
(Irina Wolf, 17. 08. 2009)
Handkes gutmütiges Lächeln
Was
bedeutet es, von einer "österreichischen"
Literatur zu sprechen? Auf welche Weise lernt man sie
am ehesten kennen? Über die Seitentür deutscher
Dichtung? Über das Gespenst des Multikulturalismus?
Über ein Dutzend Zechlieder? Übers Wochenende? Über
die Presse? Über den Kurier? Über das Gesetz der großen
Zahl? Oder gar über das Gesetz einer großen Erzählung?
(Vasile V. Poenaru, 15. 07. 2009)
Ovationen für Innovationen
Das nennt man ein wahrhaft dichtes Programm:
Mit 200 Aufführungen und Events in 11 Tagen hat
sich das Internationale Theaterfestival im rumänischen
Sibiu (Hermannstadt) mittlerweile zu einem der größten
in Europa gemausert. Geboten wird ein Höchstmaß an
Vielfalt, Multikulturalität und Innovation. (Irina Wolf,
16. 06. 2009)
"Was
für ein Leben wünschst du dir?"
1932
–
die Große Depression zieht ihre Kreise. Armut
und Hunger bringen
verzweifelte
Menschen dazu,
sich für die Aussicht auf 1.000 Dollar Preisgeld
(nach
heutigem
Geldwert etwa 37.000 Euro) bei einem
erbarmungslosen
Tanzmarathon
erniedrigen und
verkaufen zu lassen. (Martha Schlickenrieder,
23. 05. 2009)
Blitzgescheiter Menschenkenner
Der
"Realitätenvermittler"
Thomas Bernhards, Karl
Ignaz Hennetmair, nimmt nach
dem Tod des Meisters
seinen "Vermittlungsauftrag"
gewaltig ernst. Bernhards
Prosaschrift "Ja" ist
eine Reminiszenz an den Freund.
(Marietta Böning, 01. 05. 2009)
Die Straße gehört uns!
Die Leichtigkeit der
Straßenmusik zieht sich wie ein
dicker roter Faden durch alle
Tracks
der französichen
Band La Rue Kétanou.
Die fröhlichen Rhythmen ihrer
Musik verleiten zum Mithüpfen oder
wenigstens Pfeifen.
Wer genauer hinhört, erkennt in ihren Texten
jedoch
auch subtile Gesellschaftskritik: La Rue Kétanou
singen
von Rassismus, Religionsfreiheit und gesellschaftlichen
Werturteilen, und zwischendurch auch von Liebe und
Freundschaft.
(Martha Schlickenrieder, 14. 04. 2009)
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Archiv 2008
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