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September 2010


 


Aus unserem Archiv



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Das Auge des Hurrikans
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An Chile wurde in den
1970er Jahren das Para-
digma des Freien Welt-
marktes getestet. An-
fang der 80er Jahre
wurde dieses Paradigma
auf rund 90 Ökonomien
in sogenannten 'Ent-
wicklungsländern' über-
tragen. Diese "Struktur-
anpassungs-Programme"
führten jedoch oft zu
noch mehr Ungleichheit,
Armut und Umwelt-
schäden. (Walden
Bello, 01. 05. 2007)




Was heißt Globalisierung?
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Das Zeitalter der Glob-
alisierung ist gekenn-
zeichnet von rasanten
Veränderungen. Das
lässt sich leicht an
Indikatoren wie Welt-
handel und Auslands-
investitonen, der Ent-
wicklung im Verkehrs-
und Kommunikations-
wesen oder der Anzahl
von internationalen
Konzernen ablesen.
Begleitet werden diese
Veränderungen von
einem tiefen Unbehagen
darüber, dass die Kluft
zwischen Arm und Reich
immer noch größer wird,
die Zerstörung der Bio-
sphäre fortschreitet
oder sich der Einfluss
der Mediengiganten
kontinuierlich ausweitet.
(Reinhold Wagnleitner,
01. 03. 2003)
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Neue Texte


 
Vergnüglich bis zur Gewinnmaximierung
  Im heurigen Frühsommer erschien die österreichische 
  Literaturzeitschrift "Literatur und Kritik" zum 222. Mal.
  Seit ihren Anfangstagen im Jahre 1966 versucht das
  mittlerweile zu einer Institution gewordene Magazin
  "dem Guten, dem Wahren, dem Schönen und dem
  Notwendigen auf dem Umweg peinlichster Hinterfra-
  gung nachzugehen", wie es unser Autor
Vasile V.
  Poenaru
ausdrückt. (01. 09. 2010)




 
Die Bilder von Abu Ghraib
  Philip Gourevitch, Redakteur der Paris Review und
  Autor des New Yorker
hat mit seinem bei Hanser
  erschienenen Buch "Die Geschichte von Abu Ghraib"
  ein erschütterndes und zutiefst verstörendes Buch
  vorgelegt, das das Bild einer Armee zeichnet, deren
  Übergriffe und Verbrechen all die Werte, für die sie
  angeblich kämpft, bestenfalls als zynischen Witz
  erscheinen lässt.
(Hans Durrer, 22. 07. 2010)


 

  Festivalstimmung im Herzen von Hermannstadt
  Ganze zehn Tage lang standen im rumänischen
  Hermannstadt die Uhren still: Mit einem opulenten
  Mehrspartenprogramm aus Sprech- und Tanztheater,
  Straßenshows, Konferenzen, Konzerten und Ausstel-
  lungen präsentierte sich die XVII. Auflage der Interna-
  tionalen Theaterfestspiele als kulturelles Großereignis.

  (Irina Wolf, 20. 07. 2010)


 

  Der Hölle Rache kocht in Furth
  Viele Menschen in Paulus Hochgatterers fiktiver
  Kleinstadt Furth am See haben Grund zur Rache.
  Böse Dinge geschahen und geschehen dort: Kinder
  verschwinden, werden geschlagen, verstoßen und
  missbraucht. Frauen ritzen sich die Pulsadern auf
  und verzweifelte Jugendliche versuchen sich zu
  erhängen ...
(Kristina Werndl, 09. 06. 2010)

 


  "Barbie und die Weltkrise"
 
Für die fünfzehnte Auflage des Theaterfestivals im
  rumänischen Temeswar wurde heuer die Losung
  "Plasticid" ausgerufen: Dorfleben und Beziehungspro-
  bleme, kommunistische Traumata, Konsumwahn und
  aktuelle soziale Realitäten
vieles davon ist künstlich,
  vieles spielt sich nur an der Oberfläche ab. Dennoch ist
  die "Plastikgesellschaft" nicht verloren: Wie ein Kunst-
  stoff bleibt sie flexibel und gestaltbar, bietet auch
  Raum für Veränderungen.
(Irina Wolf, 14. 05. 2010)


 

  Westöstliche Spaziergänge
  Bukarest und Wien: Zwei Städte, die sich gleichen
  und doch wieder ganz verschieden sind. Marcel
  Vosicky und Madalina Diaconu geben in ihrem Buch
  einen Überblick
über die Geschichte der beiden Städte,
  ihre Kultur, ihre Eigenheiten. Sie zeigen aber auch, wie
  verbunden die beiden Orte sind, wie sie sich gegen-
  seitig beeinflussen und voneinander lernen.

  (Martha Schlickenrieder, 07. 05. 2010)




  "Nachhaltigkeit ist in Rumänien ein Fremdwort"
  Interview mit dem österreichischen Verlagsleiter und
  Theaterregisseur Zeno Stanek:
"Wir arbeiten in
  unserem Verlag sehr stark daran, osteuropäische
  AutorInnen im deutschen Sprachraum bekannt zu
  machen und zu pflegen. Oft braucht man aber einen
  langen Atem, diese Stücke bekannt zu machen und
  Theater auf die Idee zu bringen, osteuropäische
  Dramatik zu spielen."
(Irina Wolf, 16. 04. 2010)




  Im Land der goldenen Rebstöcke
  Weniger als 30 Kilometer liegen zwischen Bad
  Radkersburg und Jeruzalem. Dennoch ist dieser kleine
  Wallfahrtsort mit seinem wohlklingenden Namen selbst
  vielen grenznahen Steirern fremd. Jeruzalem – mit "z"
  geschrieben – bildet den Ausgangspunkt für eine Reise,
  die immer tiefer ins Weinland Slowenien führt.
  (
Franz Wagner, 18. 03. 2010)
 



  Taubenbriefe von Stummen an anderer Vögel Küken
  Die Wiener Künstlerin Teresa Präauer zeichnet Vögel
  und schreibt Texte auf Kartons. Dann bindet sie alles
  zusammen auf ein Buch. In dem lässt sich blättern.
  Wer will, kann alles wieder auseinandernehmen und die
  Seiten einzeln in die Welt verschicken. Dann werden
  aus den Seiten Postkarten, Ansichtskarten, vielleicht
  sogar Briefe an ein Du.
(Reinhard Winkler, 25. 02. 2010)



 
Sprachpolizeiliche Ermittlungen
  Jahrelang hat Ioana Crăciun, rumänische Stargerma-
  nistin, Autorin und Übersetzerin, sich in Rumänien,
  Deutschland, Österreich und den Niederlanden mit dem  
  deutschen Drama auseinandergesetzt. Herausgekommen
  ist eine akribisch recherchierte Monographie, in der
fünf
  sorgsam ausgewählte Stücke in Dialog treten, darunter
  Harrys Kopf
von Tankred Dorst, Die Plebejer proben
  den Aufstand
von Günter Grass oder In Goethes Hand
  von Martin Walser
(Vasile V. Poenaru, 07. 02. 2010)




 
Mit anderen Augen. An anderen Orten.

  Österreichische Studenten in Temeswar, rumänische
  Studenten in Wien. Ein Austausch, ein Umtausch,
  ein Rausch? Was kommt heraus, wenn andere das
  Eigene neu betrachten
ungelenkt und ohne
  Reiseführer? (
Martha Schlickenrieder, 02. 01. 2010)




 
Unterricht im Doppelpack

 
Zu Ehren des hundertsten Geburtstages von Eug
ène
  Ionesco bot das Pygmalion Theater dem Wiener
  Publikum zwei Versionen ein und desselben Stücks:
  "Die Unterrichtsstunde" lieferte reichlich Anschau-
  ungsmaterial, wie aus Sprachlosigkeit und Verwirrung
  Mord werden kann. Ein Höhepunkt des absurden
  Dramas und zugleich einer der menschlichen Abgründe.
  (Irina Wolf, 15. 12. 2009)




  Geklonte Identitäten
  Fast zwei Stunden scheinbar wirrer Episoden, Livemusik
  auf der Bühne, Filmeinblendungen auf der Leinwand,   
  Tanzsolos und einstudierte Bewegungen im Gleichtakt
  mehrerer Tänzer: Dies sind unverwechselbare Merkmale
  einer Theaterperformance des flämischen Künstlers
  Jan Lauwers und seiner Needcompany.

  (Irina Wolf, 01. 12. 2009)


 

  Frauen sind trügerisch
  Duca ist ein Zyniker. Die unschuldige Gilda opfert ihr
  Leben für ihn, während er im Schlafzimmer einer
  anderen singt. La donna e mobile ...?
(Martha
  Schlickenrieder
, 25. 11. 2009)




 

  Schmalhans als Küchenmeister
  Auch die Bukarester Theaterfestspiele mussten im
  Wirtschaftskrisenjahr 2009 gehörig Federn lassen. Mit
  nur der Hälfte des früheren Budgets auszukommen,
  verlangte von der jungen Intendantin ein gehöriges
  Maß an Improvisationstalent. Trotz der Einschränkun-
  gen erlebten die Besucher ein Spektakel der Sonder-
  klasse:
Über neun Tage hinweg wurden fünfunddreißig
  Stücke aufgeführt, darunter fünf Debüts und eine
  Handvoll Opern.
(Irina Wolf, 20. 11. 2009)



 

  Erinnerungsräume, Sprachgedächtnisse
  Wie steht es eigentlich um das Verhältnis der
  jugoslawischen Nachkriegsstaaten und ihrer
  Bevölkerungen zueinander? Sind die alten Konflikte
  zwischen den nunmehrigen Nachbarn immer noch
  spürbar? War Jugoslawien tatsächlich eine "Lüge"?
 
(Katharina Manojlović, 10. 11. 2009)


 

  Archiv 2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Schwerpunkt
Science Fiction

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Ist die Science Fiction
in der Krise? Ja, meinen
ihre Kritiker! Denn viele
der Probleme, mit denen
sich die SF beschäftigt
Entwürfe von Über-
menschen, das Schicksal
ganzer Zivilisationen, der
Kontakt mit außerirdi-
schen denkenden Wesen
müssten auf ganz außer-
gewöhnliche Weise darge-
stellt werden. Der "außer-
menschliche", "über-
irdische" Blick auf die
Menschheit wäre gefragt.
Doch daran scheitern
die meisten SF-Autoren.
Stattdessen überfluten
"sharecropping"-Produkte
den Markt, Masse kommt
vor Qualität ...
 

 


Schwerpunkt
Rumänisches Theater


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Wollte man in den
1980er Jahren in Rumä-
nien ins Theater gehen,
musste man
damit rech-
nen,
keine Eintrittskarte
mehr zu bekommen. Trotz
winterlicher Temperatur-
verhältnisse im Zuschau-
erraum waren sämtliche
Aufführungen ausverkauft.
Nach dem Umsturz von
1989 war das Theater
wie gelähmt. Fast zwan-
zig Jahre danach ist auf
den rumänischen Bühnen
wieder Leben eingekehrt:
innovativ und provokativ
versucht eine junge Garde
von Theatermachern,
 wieder Menschen in die
Bühnenhäuser zu locken.
(
Noul proiect al revistei
Aurora
incearca sa schi-
teze o imagine a teatrului
romanesc contemporan.)
 

 


Buchtipp



Teresa Präauer.
Taubenbriefe von
Stummen an anderer
Vögel Küken.
Edition
Krill, 2009. ISBN:
9783950253719

 

Fotoausstellung
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Das Linzer Bruckner
Orchester war im Nov-
ember 2009 auf einer
17-tägigen USA-Tournee.
Reinhard Winkler, der
Fotograf dieser Tournee,
ging auf Tuchfühlung mit
den 100 Musikern und
Chefdirigent Dennis Rus-
sell Davies. Entstanden
sind fantastische Bilder
vom Schmelztiegel
Amerika, den Konzert-
häusern sowie intime
Musikerstudien. Ort &
Zeit: Landestheater Linz,
Großes Haus, Foyer 2.
Rang. Ab 12. Mai 2010.


         

Impressum: Aurora-Magazin (ISSN: 1994-s9545), Bausmannstraße 9/7, 1030 Wien. E-Mail: redakt.aurora [at] aon.at