|
...
Neue Texte
"Ich weiß, dass es büffelgroße
Schmetterlinge gibt"
Bachmann-Preisträger
und "Turm"-Autor Uwe Tellkamp
spricht im Aurora-Interview über die Schönheit
sinn-
trächtiger Prosa, sein Verhältnis zum deutschsprach-
igen
Rumänien, das ihn schon immer angezogen hat,
seinen unbekannten
Großvater und über das "sonder-
bare Phänomen, dass aus einer
Glasmurmel eine ganze
Welt steigen kann".
(Vasile V. Poenaru, 30.
04. 2012)
Ja, Brigitte, Ja! Ja! Ja!
Wenn die Organisation
perfekt, die Stimmung großartig
ist, fragt man sich am Ende:
Sind es die Themen oder
das Ensemble, die den Zuschauer immer
wieder ins
Wiener TAG-Theater locken? Beides macht süchtig!
(Irina
Wolf, 06. 03. 2012)
Warum nerven
Österreicher?
Der
Exil-Österreicher Walter Lendl geht in seinem bei
Piper erschienenen Band "Darum nerven Österreicher"
aufs Ganze. Scharfsinnig, witzig und oft nüchtern
schneidig entwirft Lendl ein ebenso unkonventionelles
wie provokatives Kaleidoskop des Wesens der Öster-
reicher und des Österreichischen. Willkommen im Land
der Strudel, Schnitzel und eines geheimnisvollen Tiroler
Grußes: "Asakalano".
(Vasile V. Poenaru, 29. 02. 2012)
Der Klang des Wassers
Minamo –
das sind vier Hände, zwei Stimmen und vier
Musikinstrumente. Satoko
Fujii und Carla Kihlstedt sind
zwei Musikerinnen von extremer
Sensitivität und Kon-
zentriertheit. Oft sanft, gelegentlich wild,
immer wieder
voll immenser Klarheit, dann wieder mit Ausbrüchen in
wirr Stürmisches
vollführen sie eine
hochdifferenzierte
Gratwanderung zwischen Kammermusik und Jazz.
(Tina Karolina Stauner, 29. 01. 2012)
Tschechow, hautnah
Büchner, Camus, Dostojewski,
Ionesco, Caragiale
und Garcia Lorca, dazu fünfmal
Tschechow und
viermal Shakespeare: Zehn Tage lang durfte sich
Bukarest
auch dieses Jahr wieder Rumäniens Theater-
hauptstadt
nennen. Im
Zentrum der Festspiele stand
heuer der international
anerkannte Regisseur Andrei
Şerban, der seit 1992 die
Theaterabteilung der
Columbia University leitet.
(Irina
Wolf, 23. 12. 2011)
Vorstoß ins Ausklammerungsgut
Das Ausklammerungsgut ist eine mittelgroße Land-
strecke
jenseits der Festspielstadt Salzburg, innerhalb
derer sich alles ausklammern
lässt, was nicht mehr so
recht ins Konzept passt.
Erfunden wurde das Ausklam-
merungsgut von einem hartgesottenen Herausgeber,
Essayisten und Sprachpolizisten, der sein Zelt anno
1991 in der Nähe des
Hauptbahnhofs aufgeschlagen
hatte ... (Vasile
V. Poenaru,
27.
11. 2011)
Vergessene Inseln der Literatur
Das vom moldauischen Cartier Verlag veröffentlichte
Buch
Archipel
ermöglicht auf über 360 Seiten einen
einmaligen Einblick in die
Literatur der Republik Moldau.
Die von Vitalie Ciobanu ausgesuchten Schriftsteller
laden in dieser dreisprachigen Anthologie auf
eine liter-
arische Reise durch die geschichtlichen Wandlungen
der
im östlichsten Teil Europas liegenden Republik ein.
(Irina
Wolf,
28.
10. 2011)
"Zu Hause bin ich
nirgends richtig"
Der mit seinen "Faustini"-Romanen einem größeren
Publikum bekannt gewordene Vorarlberger Schriftsteller
Wolfgang Hermann spannt im Aurora-Interview den
Bogen vom Salzkammergut bis nach New York und
philosophiert unter anderem über Fragen der eigenen
Identität: "Wenn ich wüsste, wer ich bin, müsste ich
vielleicht nicht schreiben. Weil ich es aber nicht weiß,
schreibe ich." (Vasile
V. Poenaru, 29. 09. 2011)
Zwischen Räucherstäbchen und
Schrammelmusik
Besucher,
die aus Hermannstadt zurückkommen,
können mit dem Schwärmen
gar nicht
aufhören. Keine
andere Stadt Rumäniens veranstaltet alljährlich ein
vergleichbares
Fest: Mit einem hochkarätigen Pro-
gramm internationaler und
heimischer Vorstellungen
aus allen Sparten der darstellenden Kunst schlug das
Internationale Theaterfestival
vom 27. Mai bis 5. Juni
ein weiteres Kapitel seiner
Erfolgsgeschichte auf.
(Irina
Wolf, 25. 08. 2011)
Liebe, Verachtung, Trotz
Das Smeds Ensemble inszeniert bei den Kammerspielen
München mit
"Gott ist Schönheit" (nach dem Roman
Paavo Rintalas) eine Hommage an den finnischen Maler
Vilho Lampi, der von
1898 bis 1936 meist in Liminka
lebte. Er malte expressiv-realistische
Selbstporträts,
Porträts von einfachen Leuten, Landschaften,
Stillleben.
(Tina Karolina Stauner, 31. 07. 2011)
Teamarbeit im Stiegenhaus
Im
Mittelpunkt des jüngsten Theaterfestivals im
rumänischen
Temeswar
standen sozialpolitische
Themen von brennender Aktualität, wie
Gewalt in
der
Familie, Probleme der Roma, Obdachlosigkeit
oder die zunehmende
Emigration der jungen
Generation. (Irina
Wolf, 25. 06. 2011)
Milva torna al Piccolo
Piccolo Teatro, März 2011. Italien feiert 150
Jahre
Einheit. Kulturelle Einheit,
das ist das Programm des
Piccolo. Das Programm seines
Mitgründers, des ver-
storbenen Theatermagiers Italiens,
Giorgio Strehler.
Un teatro d'arte per tutti,
Theater für alle, aufklär-
erisch, emanzipatorisch,
kritisch. Der Gegenentwurf
zu der zeitgenössischen Form
von Brot und Spielen,
die Berlusconis Privatfernsehen
bereit hält.
(Lars
Castellucci, 27. 05. 2011)
Tremolando
Der neue Lyrik- und Erzählband des in Wien lebenden
Dichters und studierten Philosophen René Steininger ist
ein filigranes Stück poetischer Weltbetrachtung. Das
dem Band vorangestellte Motto: Der "Gewinn, irgendwo
anders zu sein" zeichnet in erster Linie ihn selbst als
einen im besten Sinne besessenen Wanderer aus, der
auf seinen Reisen zum untrüglichen Zeitdiagnostiker
wird.
(Dagmar Kostalova, 29. 04. 2011)
Bilder-Propaganda
Anzunehmen,
dass die PR-Abteilung von BP etwas
anderes auf Ihre Website
stellt
als was den eigenen
Zwecken dient, ist naiv. Und ebenso gilt: BP
vorzuwer-
fen, dass
sie für
sich
wirbt,
verkennt das Wesen einer
Konzern-Webpage.
Vorausgesetzt, dass bei
einer
Kata-
strophe
wie derjenigen im Golf vom Mexiko die
üblichen
Regeln gelten. Das
tun sie
aber nicht,
denn
in diesem
Fall ist Aufklärung
nicht
nur
gefragt, sie ist Verpflich-
tung.
(Hans Durrer, 29. 03. 2011)
Kontinent Kraus
Wenn eine
österreichische Kulturzeitschrift sich in
aller Breite mit einer anderen österreichischen Kultur-
zeitschrift auseinandersetzt, interessiert das in der
Regel nur Spezialisten. Nicht so in diesem Fall: Die
beiden Herausgeber heißen Karl-Markus Gauß und
Karl Kraus.
(Vasile V. Poenaru, 22. 02. 2011)
"Gutes Theater soll provozieren"
Beim
diesjährigen Theaterfestival in Bukarest hatten
neben
den hochkarätig besetzten Auslandsgästen vor
allem die
eigenen Spielgruppen bei den Zusehern einen
Stein im
Brett.
Rodrigo
Garcias No dogs allowed, eine
Uraufführung des
Nationaltheaters "Mihai Eminescu"
Temeswar, war dabei
das unbestrittene Highlight der
Festspiele. (Irina
Wolf, 18. 01. 2011)
Archiv 2011
|