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Mai 2012


 


Aus unserem Archiv



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Das Auge des Hurrikans
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An Chile wurde in den
1970er Jahren das Para-
digma des Freien Welt-
marktes getestet. An-
fang der 80er Jahre
wurde dieses Paradigma
auf rund 90 Ökonomien
in sogenannten 'Ent-
wicklungsländern' über-
tragen. Diese "Struktur-
anpassungs-Programme"
führten jedoch oft zu
noch mehr Ungleichheit,
Armut und Umwelt-
schäden. (Walden
Bello, 01. 05. 2007)




Was heißt Globalisierung?
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Das Zeitalter der Glob-
alisierung ist gekenn-
zeichnet von rasanten
Veränderungen. Das
lässt sich leicht an
Indikatoren wie Welt-
handel und Auslands-
investitonen, der Ent-
wicklung im Verkehrs-
und Kommunikations-
wesen oder der Anzahl
von internationalen
Konzernen ablesen.
Begleitet werden diese
Veränderungen von
einem tiefen Unbehagen
darüber, dass die Kluft
zwischen Arm und Reich
immer noch größer wird,
die Zerstörung der Bio-
sphäre fortschreitet
oder sich der Einfluss
der Mediengiganten
kontinuierlich ausweitet.
(Reinhold Wagnleitner,
01. 03. 2003)
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Neue Texte


Glocke auf dem Kroch-Hochhaus in Leipzig
  "Ich weiß, dass es büffelgroße Schmetterlinge gibt"
  Bachmann-Preisträger und "Turm"-Autor Uwe Tellkamp
  spricht im Aurora-Interview über die Schönheit sinn-
  trächtiger Prosa, sein Verhältnis zum deutschsprach-
  igen Rumänien, das ihn schon immer angezogen hat,
  seinen unbekannten Großvater und über das "sonder-
  bare Phänomen, dass aus einer Glasmurmel eine ganze
  Welt steigen kann".
(Vasile V. Poenaru, 30. 04. 2012)

 


  Ja, Brigitte, Ja! Ja! Ja!
  Wenn die Organisation perfekt, die Stimmung großartig
  ist, fragt man sich am Ende: Sind es die Themen oder
  das Ensemble, die den Zuschauer immer wieder ins
  Wiener TAG-Theater locken? Beides macht süchtig!

 
(Irina Wolf, 06. 03. 2012)




  Warum nerven Österreicher?

  Der Exil-Österreicher Walter Lendl geht in seinem bei
  Piper erschienenen Band "Darum nerven Österreicher"
  aufs Ganze. Scharfsinnig, witzig und oft nüchtern
  schneidig entwirft Lendl ein ebenso unkonventionelles
  wie provokatives Kaleidoskop des Wesens der Öster-
  reicher und des Österreichischen. Willkommen im Land
  der Strudel, Schnitzel und eines geheimnisvollen Tiroler
  Grußes: "Asakalano".
(Vasile V. Poenaru, 29. 02. 2012)



 
Der Klang des Wassers
  Minamo das sind vier Hände, zwei Stimmen und vier
  Musikinstrumente. Satoko Fujii und Carla Kihlstedt sind
  zwei Musikerinnen von extremer Sensitivität und Kon-
  zentriertheit. Oft sanft, gelegentlich wild, immer wieder
  voll immenser Klarheit, dann wieder mit Ausbrüchen in
  wirr Stürmisches
vollführen sie eine hochdifferenzierte
  Gratwanderung zwischen Kammermusik und Jazz.
 
(Tina Karolina Stauner, 29. 01. 2012)




(c) Mihaela Marin
  Tschechow, hautnah

  Büchner, Camus, Dostojewski, Ionesco, Caragiale
  und Garcia Lorca, dazu fünfmal Tschechow und
  viermal Shakespeare: Zehn Tage lang durfte sich  
  Bukarest auch dieses Jahr wieder Rumäniens Theater-
  hauptstadt nennen. I
m Zentrum der Festspiele stand
  heuer der international anerkannte Regisseur Andrei
  Şerban, der seit 1992 die Theaterabteilung der
  Columbia University leitet.
(Irina Wolf, 23. 12. 2011)


 

  Vorstoß ins Ausklammerungsgut
  Das Ausklammerungsgut ist eine mittelgroße Land-
  strecke jenseits der Festspielstadt Salzburg, innerhalb
  derer sich alles ausklammern lässt, was nicht mehr so
  recht ins Konzept passt.
Erfunden wurde das Ausklam-
  merungsgut von einem hartgesottenen Herausgeber,
  Essayisten und Sprachpolizisten, der sein Zelt anno
  1991 in der Nähe des Hauptbahnhofs aufgeschlagen
  hatte ...
(
Vasile V. Poenaru, 27. 11. 2011)

 


 
Vergessene Inseln der Literatur
  Das vom moldauischen Cartier Verlag veröffentlichte
  Buch Archipel ermöglicht auf über 360 Seiten einen
  einmaligen Einblick in die Literatur der Republik Moldau.
  Die von Vitalie Ciobanu ausgesuchten Schriftsteller
  laden in dieser dreisprachigen Anthologie auf eine liter-
  arische Reise durch die geschichtlichen Wandlungen
  der im östlichsten Teil Europas liegenden Republik ein.

 
(
Irina Wolf, 28. 10. 2011)

 


  "Zu Hause bin ich nirgends richtig"

 
Der mit seinen "Faustini"-Romanen einem größeren
  Publikum bekannt gewordene Vorarlberger Schriftsteller
  Wolfgang Hermann spannt im Aurora-Interview den
  Bogen vom Salzkammergut bis nach New York und
  philosophiert unter anderem über Fragen der eigenen
  Identität: "Wenn ich wüsste, wer ich bin, müsste ich
  vielleicht nicht schreiben. Weil ich es aber nicht weiß,
  schreibe ich."
 (Vasile V. Poenaru, 29. 09. 2011)


 

  Zwischen Räucherstäbchen und Schrammelmusik
  Besucher, die aus Hermannstadt zurückkommen,
  können mit dem Schwärmen gar nicht aufhören. Keine
  andere Stadt Rumäniens veranstaltet alljährlich ein
  vergleichbares Fest: Mit einem hochkarätigen Pro-
  gramm internationaler und heimischer Vorstellungen
  aus allen Sparten der darstellenden Kunst schlug das
  Internationale Theaterfestival vom 27. Mai bis 5. Juni
  ein weiteres Kapitel seiner Erfolgsgeschichte auf.

  (Irina Wolf, 25. 08. 2011)

 

  Liebe, Verachtung, Trotz
  Das Smeds Ensemble inszeniert bei den Kammerspielen  
  München mit "Gott ist Schönheit" (nach dem Roman
  Paavo Rintalas) eine Hommage an den finnischen Maler
  Vilho Lampi, der von 1898 bis 1936 meist in Liminka
  lebte. Er malte expressiv-realistische Selbstporträts,
  Porträts von einfachen Leuten, Landschaften,
  Stillleben.
(Tina Karolina Stauner, 31. 07. 2011)

 

  Teamarbeit im Stiegenhaus
 
Im Mittelpunkt des jüngsten Theaterfestivals im 
  rumänischen Temeswar standen sozialpolitische
  Themen von brennender Aktualität, wie Gewalt in
  der Familie, Probleme der Roma, Obdachlosigkeit
  oder die zunehmende Emigration der jungen
  Generation.
(Irina Wolf, 25. 06. 2011)


 

  Milva torna al Piccolo
  Piccolo Teatro, März 2011. Italien feiert 150 Jahre
  Einheit. Kulturelle Einheit, das ist das Programm des
  Piccolo. Das Programm seines Mitgründers, des ver-
  storbenen Theatermagiers Italiens, Giorgio Strehler.
  Un teatro d'arte per tutti
, Theater für alle, aufklär-
  erisch, emanzipatorisch, kritisch. Der Gegenentwurf
  zu der zeitgenössischen Form von Brot und Spielen,
  die Berlusconis Privatfernsehen bereit hält.
 
(Lars Castellucci, 27. 05. 2011)




  Tremolando
 
Der neue Lyrik- und Erzählband des in Wien lebenden
  Dichters und studierten Philosophen René Steininger ist
  ein filigranes Stück poetischer Weltbetrachtung. Das
  dem Band vorangestellte Motto: Der "Gewinn, irgendwo
  anders zu sein" zeichnet in erster Linie ihn selbst als
  einen im besten Sinne besessenen Wanderer aus, der
  auf seinen Reisen zum untrüglichen Zeitdiagnostiker
  wird.
(Dagmar Kostalova, 29. 04. 2011)




 
Bilder-Propaganda

  Anzunehmen, dass die PR-Abteilung von BP etwas
  anderes auf Ihre Website
stellt als was den eigenen
 
Zwecken dient, ist naiv. Und ebenso gilt: BP vorzuwer-
  fen, dass
sie für sich wirbt, verkennt das Wesen einer
  Konzern-Webpage. Vorausgesetzt, dass bei einer Kata-
 
strophe wie derjenigen im Golf vom Mexiko die üblichen
  Regeln gelten. Das tun sie aber nicht, denn in diesem
  Fall ist Aufklä
rung nicht nur gefragt, sie ist Verpflich-
 
tung. (Hans Durrer, 29. 03. 2011)


 

  Kontinent Kraus
  Wenn eine österreichische Kulturzeitschrift sich in
  aller Breite mit einer anderen österreichischen Kultur-
  zeitschrift auseinandersetzt, interessiert das in der
  Regel nur Spezialisten. Nicht so in diesem Fall: Die
  beiden Herausgeber heißen Karl-Markus Gauß und
  Karl Kraus.
(Vasile V. Poenaru, 22. 02. 2011)




  "Gutes Theater soll provozieren"

 
Beim diesjährigen Theaterfestival in Bukarest hatten
  neben den hochkarätig besetzten Auslandsgästen vor
  allem die eigenen Spielgruppen bei den Zusehern einen
  Stein im Brett.
Rodrigo Garcias No dogs allowed, eine
  Uraufführung des Nationaltheaters "Mihai Eminescu"
  Temeswar, war dabei das unbestrittene Highlight der
  Festspiele.
(Irina Wolf, 18. 01. 2011)




  Archiv 2011

 



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Schwerpunkt
Science Fiction

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Ist die Science Fiction
in der Krise? Ja, meinen
ihre Kritiker! Denn viele
der Probleme, mit denen
sich die SF beschäftigt
Entwürfe von Über-
menschen, das Schicksal
ganzer Zivilisationen, der
Kontakt mit außerirdi-
schen denkenden Wesen
müssten auf ganz außer-
gewöhnliche Weise darge-
stellt werden. Der "außer-
menschliche", "über-
irdische" Blick auf die
Menschheit wäre gefragt.
Doch daran scheitern
die meisten SF-Autoren.
Stattdessen überfluten
"sharecropping"-Produkte
den Markt, Masse kommt
vor Qualität ...
 

 


Schwerpunkt
Rumänisches Theater


...
Wollte man in den
1980er Jahren in Rumä-
nien ins Theater gehen,
musste man
damit rech-
nen,
keine Eintrittskarte
mehr zu bekommen. Trotz
winterlicher Temperatur-
verhältnisse im Zuschau-
erraum waren sämtliche
Aufführungen ausverkauft.
Nach dem Umsturz von
1989 war das Theater
wie gelähmt. Fast zwan-
zig Jahre danach ist auf
den rumänischen Bühnen
wieder Leben eingekehrt:
innovativ und provokativ
versucht eine junge Garde
von Theatermachern,
 wieder Menschen in die
Bühnenhäuser zu locken.
(
Noul proiect al revistei
Aurora
incearca sa schi-
teze o imagine a teatrului
romanesc contemporan.)
 

 


Buchtipp

Alina Mazilu/
Medana Weident/
Irina Wolf (Hg.)
Das rumänische
Thfont>
.
Frank & Timme, 2011.
ISBN: 9783865962904.

 

 


        

Impressum: Aurora-Magazin (ISSN: 1994-9545), Dietrichgasse 16/1/8, 1030 Wien. E-Mail: redakt.aurora [at] aon.at