|
|
|
|
 |
|
...
Neue Texte
Vergnüglich bis zur Gewinnmaximierung
Im heurigen
Frühsommer erschien
die österreichische
Literaturzeitschrift
"Literatur und Kritik" zum 222. Mal.
Seit ihren Anfangstagen im Jahre 1966 versucht das
mittlerweile zu einer Institution gewordene Magazin
"dem Guten, dem Wahren, dem Schönen und dem
Notwendigen auf dem Umweg peinlichster Hinterfra-
gung nachzugehen", wie es unser Autor
Vasile V.
Poenaru ausdrückt. (01. 09. 2010)
Die Bilder von Abu Ghraib
Philip
Gourevitch,
Redakteur der Paris Review und
Autor des New Yorker
hat mit
seinem bei Hanser
erschienenen Buch "Die Geschichte von Abu
Ghraib"
ein erschütterndes
und zutiefst verstörendes Buch
vorgelegt, das das Bild einer
Armee zeichnet, deren
Übergriffe
und Verbrechen all die Werte, für die sie
angeblich kämpft,
bestenfalls als zynischen Witz
erscheinen lässt.
(Hans Durrer, 22. 07. 2010)
Festivalstimmung im
Herzen von Hermannstadt
Ganze zehn Tage lang
standen im rumänischen
Hermannstadt die Uhren still:
Mit einem opulenten
Mehrspartenprogramm aus Sprech- und
Tanztheater,
Straßenshows,
Konferenzen, Konzerten und Ausstel-
lungen präsentierte sich die
XVII. Auflage der
Interna-
tionalen Theaterfestspiele als kulturelles
Großereignis.
(Irina Wolf, 20. 07. 2010)
Der Hölle Rache kocht in
Furth
Viele
Menschen in Paulus Hochgatterers fiktiver
Kleinstadt Furth am See haben Grund zur
Rache.
Böse Dinge geschahen und geschehen dort: Kinder
verschwinden, werden
geschlagen, verstoßen und
missbraucht. Frauen ritzen sich die Pulsadern auf
und verzweifelte Jugendliche versuchen sich zu
erhängen ...
(Kristina Werndl, 09. 06. 2010)
"Barbie
und die Weltkrise"
Für die
fünfzehnte Auflage des Theaterfestivals im
rumänischen Temeswar
wurde
heuer die Losung
"Plasticid" ausgerufen: Dorfleben und
Beziehungspro-
bleme, kommunistische
Traumata, Konsumwahn und
aktuelle soziale Realitäten
– vieles
davon ist künstlich,
vieles spielt sich
nur an der Oberfläche ab. Dennoch ist
die "Plastikgesellschaft"
nicht verloren: Wie ein Kunst-
stoff
bleibt sie flexibel und gestaltbar, bietet auch
Raum für
Veränderungen. (Irina
Wolf, 14. 05. 2010)
Westöstliche Spaziergänge
Bukarest und
Wien: Zwei Städte, die sich gleichen
und doch wieder ganz
verschieden sind. Marcel
Vosicky und Madalina Diaconu geben
in ihrem Buch
einen Überblick
über die
Geschichte der beiden Städte,
ihre Kultur, ihre Eigenheiten.
Sie zeigen aber auch, wie
verbunden die beiden Orte sind,
wie sie sich gegen-
seitig beeinflussen und voneinander lernen.
(Martha Schlickenrieder, 07. 05. 2010)
"Nachhaltigkeit
ist in Rumänien ein Fremdwort"
Interview mit dem österreichischen Verlagsleiter und
Theaterregisseur Zeno Stanek:
"Wir arbeiten in
unserem Verlag sehr stark daran,
osteuropäische
AutorInnen
im deutschen Sprachraum
bekannt zu
machen und
zu pflegen. Oft braucht
man aber einen
langen
Atem, diese Stücke
bekannt zu machen und
Theater auf die Idee zu
bringen, osteuropäische
Dramatik zu spielen." (Irina
Wolf, 16. 04. 2010)
Im Land der goldenen Rebstöcke
Weniger als 30
Kilometer liegen zwischen Bad
Radkersburg und Jeruzalem. Dennoch
ist dieser
kleine
Wallfahrtsort mit seinem wohlklingenden Namen selbst
vielen
grenznahen
Steirern fremd. Jeruzalem – mit "z"
geschrieben – bildet den Ausgangspunkt
für
eine Reise,
die immer tiefer ins Weinland Slowenien führt.
(Franz
Wagner, 18. 03. 2010)
Taubenbriefe
von Stummen an anderer Vögel Küken
Die Wiener
Künstlerin Teresa Präauer zeichnet Vögel
und
schreibt Texte auf Kartons. Dann bindet sie alles
zusammen auf ein Buch. In
dem lässt sich blättern.
Wer will, kann alles wieder auseinandernehmen und
die
Seiten einzeln in die Welt verschicken. Dann werden
aus den Seiten
Postkarten, Ansichtskarten, vielleicht
sogar Briefe an ein Du.
(Reinhard Winkler, 25. 02. 2010)
Sprachpolizeiliche Ermittlungen
Jahrelang hat Ioana Crăciun, rumänische Stargerma-
nistin, Autorin
und Übersetzerin,
sich in Rumänien,
Deutschland, Österreich und den
Niederlanden mit dem
deutschen Drama auseinandergesetzt. Herausgekommen
ist eine
akribisch recherchierte
Monographie, in der
fünf
sorgsam ausgewählte Stücke
in
Dialog treten, darunter
Harrys
Kopf von Tankred Dorst,
Die Plebejer proben
den Aufstand
von Günter Grass
oder In Goethes Hand
von Martin Walser
(Vasile V. Poenaru,
07. 02. 2010)
Mit anderen Augen. An anderen Orten.
Österreichische Studenten in
Temeswar, rumänische
Studenten in Wien.
Ein Austausch, ein Umtausch,
ein Rausch? Was kommt heraus, wenn
andere das
Eigene neu betrachten
– ungelenkt und ohne
Reiseführer?
(Martha
Schlickenrieder, 02.
01. 2010)
Unterricht im Doppelpack
Zu Ehren des
hundertsten Geburtstages von Eugène
Ionesco bot das
Pygmalion Theater dem Wiener
Publikum zwei Versionen ein und
desselben Stücks:
"Die Unterrichtsstunde" lieferte reichlich Anschau-
ungsmaterial,
wie aus Sprachlosigkeit
und Verwirrung
Mord werden kann. Ein Höhepunkt des absurden
Dramas und zugleich einer der menschlichen Abgründe.
(Irina
Wolf, 15. 12. 2009)
Geklonte Identitäten
Fast zwei Stunden
scheinbar wirrer Episoden, Livemusik
auf der Bühne, Filmeinblendungen auf der Leinwand,
Tanzsolos und einstudierte Bewegungen
im Gleichtakt
mehrerer Tänzer: Dies sind unverwechselbare
Merkmale
einer Theaterperformance
des flämischen Künstlers
Jan Lauwers und
seiner Needcompany.
(Irina Wolf, 01. 12. 2009)
Frauen sind trügerisch
Duca ist ein Zyniker. Die unschuldige Gilda opfert ihr
Leben für ihn, während er im Schlafzimmer einer
anderen singt. La donna e mobile ...? (Martha
Schlickenrieder, 25. 11. 2009)
Schmalhans als Küchenmeister
Auch die
Bukarester Theaterfestspiele mussten im
Wirtschaftskrisenjahr
2009 gehörig
Federn lassen. Mit
nur der Hälfte des früheren Budgets
auszukommen,
verlangte von der jungen
Intendantin ein gehöriges
Maß an Improvisationstalent. Trotz der
Einschränkun-
gen erlebten die
Besucher ein Spektakel der Sonder-
klasse: Über neun Tage hinweg
wurden fünfunddreißig
Stücke aufgeführt, darunter fünf Debüts und eine
Handvoll Opern. (Irina
Wolf, 20. 11. 2009)
Erinnerungsräume, Sprachgedächtnisse
Wie
steht es eigentlich um das Verhältnis der
jugoslawischen Nachkriegsstaaten und ihrer
Bevölkerungen zueinander? Sind die alten Konflikte
zwischen den nunmehrigen Nachbarn
immer noch
spürbar? War Jugoslawien
tatsächlich eine "Lüge"?
(Katharina
Manojlović, 10.
11. 2009)
Archiv 2009
|
 |
| |
|