...
Bewahrender Fortschritt
als nachhaltige Entwicklungsperspektive

Den (Alpen-)Tourismus grundsätzlich abzulehnen mag schick sein, zielt aber daneben.
Immerhin schafft er dezentrale Erwerbsmöglichkeiten, an denen im günstigen
Fall viele Einheimische Anteil haben.

Von Kurt Luger



Dr. Kurt Luger
, (kurt.luger@sbg.ac.at),
Professor am Institut für Kommunikationswissenschaft (Abteilung Internationale und Interkulturelle Kommunikation) und Vorstand des Instituts für Interdisziplinäre Tourismusforschung der Universität Salzburg.

Vorsitzender der Gesellschaft für Kommunikation und Entwicklung KommEnt. Seit 1992 entwicklungspolitisch tätig in Nepal und Tibet, Vorsitzender der Gesellschaft für ökologische Zusammenarbeit Alpen-Himalaya Öko Himal.

Buchpublikationen:

Der Alpentourismus (Innsbruck 2002);
Flimmerndes Asien (Wien 2002);
Kids of Khumbu Sherpa Youth on the Modernity Trail (Kathmandu 2000);
Sustainability in Mountain Tourism (New Delhi - Innsbruck 1998);
Vergnügen, Zeitgeist, Kritik Streifzüge durch die populäre Kultur (Wien 1998);
Verreiste Berge Kultur und Tourismus im Hochgebirge (Innsbruck 1995);
Dialog der Kulturen: Die multikulturelle Gesellschaft und die Medien (1994);
Kulturerlebnis Stadt (Wien 1994);
Europäische Audiovisionen Film und Fernsehen im Umbruch (Wien 1994);
Weltbühne und Naturkulisse Zwei Jahrhunderte Salzburg-Tourismus (1994).

"Zunächst kamen sie nicht für lange Aufenthalte. Sie verbrachten nur einige Nächte in einer der wenigen Herbergen, um einige Alpengipfel zu ersteigen. Aber sie sprachen viel und erzählten viel. Sie trumpften auf, beriefen sich auf das Vorbild ihrer Heimat; sie machten ständig Vorschläge, wie man das Dorf besser organisieren und verändern könnte. Sie flirteten auch mit den Mädchen und gingen sonntags nicht zur Messe. Noch heute gelten die Deutschen in dieser Gegend als ideale Touristen. Da sie keine großen Ansprüche an Zimmerkomfort und Bewirtung haben, sind sie leicht zufrieden zu stellen. Sie brauchen nur zwei Dinge: reichliche Portionen und mehrere Zeitungen. Obwohl der deutsche Tourist also die Freuden der Natur suchte, brachte er eine städtische Atmosphäre mit. Er urbanisierte das Dorf. Er erzählte und verklärte seine Klettertouren. Und schon begannen auch die Bauernjungen immer häufiger, auf die Berge zu steigen."

    Dieser kleine Ausschnitt, zitiert aus einer der ersten ethnographischen Studien über den Tourismus in den österreichischen Alpen, stammt von Lucie Varga aus dem Jahr 1930. Die Alpen, wie wir sie heute verstehen, bilden den Lebensraum für rd. 14 Millionen Menschen, ihre Imagination aber ist eine Schöpfung der städtischen Bevölkerung. Deswegen scheint es konsequent und angebracht, die Szenerie aus einer primär touristischen Perspektive zu betreten. Die Alpen, ein Sehnsuchtsraum, aber auch – teilweise sogar deshalb – eine menschengemachte Problemzone. Obwohl im Zentrum Europas und Gipfel des Vergnügens, bleiben sie an der Peripherie des politischen Interesses. Die Technisierung der Gebirge, ihre leichtere Erreichbarkeit, der Erlebnishunger der Stadtbewohner, wachsender Wohlstand und Freizeitbedürfnisse machten aber den Bergtourismus zu einem unverzichtbaren Wirtschaftsfaktor der Alpenländer.

Am Anfang der touristischen Entdeckung stand die Fußreise. Dies gilt auch für die Berge um Berchtesgaden. Maler, Dichter, Studierende, mit einem Wort Nichtsesshafte, waren hingerissen von der Höhe, der Vielfalt an Reizen von See und Berg.

"Der Anblick dieser Naturschönheit wird Jedermann überraschen, aber auch einen Schauer beigeben, den man erst am festen sicheren Lande und auf der Heimreise nach Salzburg verliert",

schrieb ein literarisch begabter Sommerfrischler. Im Oktober 1888 erreichte die Eisenbahn den Ort und mit ihr entwickelte sich die Wirtschaft wie das Geschäft mit den Fremden ganz prächtig. Berchtesgaden gehörte nun wie das Salzkammergut zum Pflichtprogramm aller Salzburg-Reisenden, zu den "frühen Attraktionen", und bis heute blieb dieser schöne Winkel, für dessen Augenschein von den Besuchern eigentlich eine Panoramasteuer einzufordern wäre, eine Gunstregion. Noch immer löst der Anblick der Watzmann-Ostwand einen gehörigen Schauer aus, noch mehr furchteinflößend sind allerdings die Horden von Touristen, die das Echo vom Königssee suchen.

 

 

Die Uneinheitlichkeit der Alpen

    Trotz der Millionen Alpenbesucher, der Tausenden Kilometer Autobahn, Schipisten und Loipen quer durch die Berge, der Seilbahnanlagen und Golfplätze mit ihren zahllosen Löchern, einer enorm hochgerüsteten Freizeit-Infrastruktur, sollten wir nicht von einem uniformen Bild der "zugerichteten" Alpen ausgehen – zugerichtet auf die Bedürfnisse der städtischen Bevölkerung.

Zwischen dem romantischen Postkartenimage mit seinem touristischen Blick einerseits und der kulturkritischen Sichtweise, es handle sich eigentlich um 181.000 qkm überfordertes Gebirge andererseits, liegt ein breiter Korridor der Erkenntnis. Er lässt Spielraum für eine regionsspezifische Analyse und korrigiert z.B. den Eindruck, die Alpen seien in ihrer Gesamtheit das Turngerät Europas, ein einziger playground und Entertainmentpark.

 

40% der Alpengemeinden haben keinen Tourismus

Alpengeographische Studien rücken dieses Bild zurecht: 40 % der Alpengemeinden haben praktisch überhaupt keinen Tourismus, auf 5 % der Gemeinden konzentrieren sich 46 % aller touristischen Betten. D.h. die Hälfte der Hotelinfrastruktur entfällt auf nur 300 der Gemeinden, die großen Städte wie Chamonix eingeschlossen.. Wir haben es also mit einer extremen räumlichen Konzentration auf wenige Gebiete zu tun, und die Umgebung von Berchtesgaden oder das Salzburger Land sind typische Beispiele dafür. Echte Tourismusgemeinden, d.h. solche mit touristischer Monostruktur ohne nennenswerte Auspendler, die sich oft aus hochgelegenen Bauerndörfern entwickelt haben, gibt es etwa 600, d.h. 10 % aller Alpengemeinden. Dort leben nur 8 % der Bevölkerung und die tatsächlich touristisch genutzte Fläche ist nicht größer als rd. 10.000 qkm.

 

 

Die Strukturschwäche der Alpen: Industrie und Landwirtschaft

    Trotz dieser Relativierung sind die Alpen eine der größten und wichtigsten Tourismusregionen der Erde. Hier wird ein relevanter Teil des Tourismusgeschäftes abgewickelt, die Auswirkungen reichen weit über die steilen Hänge und pittoresken Wanderwege hinaus. Aufgrund des Tourismus kann man im Falle der Alpen keineswegs von einer benachteiligten Region sprechen. Aber die Disparitäten sind so gravierend, dass sich aus 18 % der Alpenfläche die Bewohner zurückziehen. Mit dem Aufkommen der Industrialisierung und dem generellen Bedeutungsverlust der alpinen Landwirtschaft beginnt ein Prozess der ökologischen, ökonomischen wie sozialen Vergandung (degradation) großer Teile der Piemontesischen und Ligurischen Alpen, aber auch einzelner Gebiete in den französischen Südwestalpen. In Slowenien, sogar in der vollklimatisierten Schweiz und auch in Österreich gibt es einzelne Gebiete, die weit jenseits der pastoralen Idylle für die Klein- und Mittelbetriebe keine Überlebensmöglichkeit bieten, wirtschaftlich wie sozial veröden und auch ökologisch schon abgewirtschaftet haben.


60 % der Alpenbewohner leben in Städten und Ballungsräumen

 

 

 

Die Alpenbewohner werden zu Städtern im Kopf

Heute leben rd. 60 % der Alpenbevölkerung in Städten und Ballungsräumen, teilweise am Alpenrand, zumeist in begünstigten Tallagen. Dort befinden sich zwei Drittel der Arbeitsplätze und die Gemeindenentwicklung seit 1870 zeigt auf, dass die Alpenbewohner immer mehr zu Städtern werden. Sie leben nicht nur in größerer Zahl in Ballungsräumen, sondern sie werden auch zu Städtern im Kopf. Diese Entwicklung ist nicht allein auf den Tourismus zurückzuführen, sondern auch auf die gesellschaftliche Modernisierung im allgemeinen, auf die größere Durchlässigkeit der Lebensstile und die Verringerung der kulturellen Kluft zwischen Stadt und Land. Vor allem die junge Bevölkerung will auf städtische Annehmlichkeiten nicht verzichten und die Bildungselite gilt als "change agent", als Triebfeder des kulturellen und sozialen Wandels, weil sie aus den Städten moderne Denk- und Lebensweisen in die Dörfer bringt. Aber sie bleibt in immer geringerem Ausmaß auf dem Lande wohnen, weil kaum ihrer Ausbildung adäquate Arbeitsplätze zur Verfügung stehen.

 

 

Der Tourismus darf nicht prinzipiell zum Sündenbock gemacht werden

    Vielfach wurde der Tourismus für die Überforderung des Gebirges verantwortlich gemacht, da und dort sicher auch zu recht, weil man die Grenzen der Belastbarkeit missachtete. Aber überall eine sanfte Tour zu verordnen, ohne auf die Tragfähigkeit der Infrastruktur (carrying capacity) Bedacht zu nehmen, führt eher zu wirtschaftlichen Problemen, als dass ökologische Abhilfen geschaffen werden. Vielmehr ist ein Umdenken in Richtung nachhaltige Entwicklung – und das muss weit über den Tourismus hinaus erfolgen – erforderlich, und die Alternativen müssen auch umsetzbar sein. Leichtfertig den Tourismus zum exklusiven Sündenbock irrlichternder Gesellschaftsentwicklung zu machen mag zwar chic sein, zielt aber daneben und führt kaum zu positiven Veränderungen.

Ich greife ein Beispiel heraus – die Verkehrsbelastung. Ein erheblicher Anteil des Verkehrs in den Alpen ist hausgemacht, also lokaler Berufs- und Ausflugsverkehr. Natürlich erzeugt der alpenquerende Güterverkehr absurde Ausmaße, natürlich ist der Alpentransit der Sonnenanbeter im Sommer für die Menschen an den großen Nord-Süd-Verbindungen der pure Horror. Aber alleine um ihren Gastro-Erlebnissen freien Lauf zulassen, legen die Schweizer jährlich zwei Milliarden Personenkilometer mit dem Auto zurück. Es bedarf also alpenweiter wie lokaler Maßnahmen, um den Umweltverbrauch substanziell zu vermindern, um die Lebensgrundlagen jener, die am Auspuff Europas leben, nicht zu zerstören.

 

 

 

 

Der Tourismus schafft ein notwendiges Zusatzeinkommen

    Ein zweites Beispiel: Dass die Almwirtschaft immer unbedeutender wird und täglich einige Bauern ihre Höfe aufgeben, ist eine Konsequenz des von Europa geförderten Agrobusiness, das große Felder und volle Ställe zur Konkurrenzfähigkeit verlangt. Der Bergbauer ist chancenlos, seine Hänge zu steil, die Kühe zu sportlich für große Milchleistungen, sein Ertrag reicht nicht zum Überleben. Hat der Bauer nicht etliche Parzellen Baugrund oder große Waldreserven, die ihn wirtschaftlich autonom machen, bleibt ihm nur die Hoffnung auf den Tourismus, wenn er Bauer bleiben will. Mit Urlaub auf dem Bauernhof (farmhouse tourism) kann er ein Zusatzeinkommen erwirtschaften. Die Bildung von Destinationen in enger Kooperation mit der lokalen Wirtschaft bei Mobilisierung der kulturellen Ressourcen scheint eine Antwort auf das Geschäft mit der großen Freiheit, das den Globus in Schalterhallen und Landebahnen unterteilt hat, zu sein. Zusammenschlüsse wie etwa die Käsestrasse Bregenzer Wald sind Vorzeigebeispiele, aber es gibt etliche erfolgreiche regionale Gemeinschaftsprojekte in den Alpen. Sie bestätigen, dass es regionsspezifischer Nachhaltigkeitsstrategien bedarf, um den Strukturwandel von Verstädterung und Verödung zu bremsen oder gar aufzuhalten.

 

Dezentrale Arbeitsplätze durch den Tourismus

Ein drittes Beispiel ist der Tourismus selbst: Er hat in den Alpen eine wichtige Aufgabe, weil er praktisch die einzige wirtschaftliche Aktivität ist, die im eigentlichen Gebirgsraum dezentrale Arbeitsplätze schafft bzw. erhält. Man sollte ihn jedoch als Motor einer integrativen Strategie sehen, meint der Alpengeograph Werner Bätzing, in Verbindung mit lokalen und regionalen Ressourcen wie Handel, Gewerbe, Landwirtschaft usw. Dies richtet sich auch gegen die Vorstellung, aus den Alpen einen reinen Freizeitraum, ein alpines Fitnesszentrum gewissermaßen, zu machen, ergänzt durch Wassernutzung, Deponiegebiete und Transitkorridore, also gegen großräumige Funktionsteilungen in Europa. Vielmehr braucht es die Leitidee der ausgewogenen Doppelnutzung. Diese ist politisch durch eine allgemein verbindliche Richtlinie, die festlegt, was an maximaler Belastung zugemutet werden darf, abzusichern. Die Alpenkonvention kann dafür die Grundlage sein, wenn den Ratifizierungen auch entsprechende Umsetzungsschritte folgen.

 

Die Sonderstellung der Alpen gegenüber anderen Hochgebirgen

    Aufgrund der starken Verflechtung zwischen den Alpen und den umliegenden Industriegebieten, wodurch die Alpen selbst Teil eines dynamischen Wirtschaftsraumes sind, haben sie gegenüber anderen Gebirgsräumen eine Sonderstellung. Die Anden oder der Himalaya liegen nicht einige Autostunden von florierenden Großstädten entfernt, die von erholungs- und spektakelsüchtigen Wohlstandsbürgern bewohnt sind. Im Unterschied zu den Alpen sind sie extrem arm an Rohstoffen, sieht man von der Nutzung der Wasserkraft und einzelnen Erzvorkommen ab. Sie sind weitaus weniger dicht besiedelt, wenngleich im Himalaya die Dörfer bis auf 4500 m hinaufreichen und aufgrund des Bevölkerungsdrucks auch völlig ungeeignete Hänge mit Terrassen bewirtschaftet werden, damit die hungrigen Mäuler in den Großfamilien gestopft werden können.

 

In den Berggebieten der Entwicklungsländer dominiert die Subsistenzwirtschaft

In den Berggebieten der Entwicklungsländer dominiert die Subsistenzwirtschaft, aber in vielen Regionen reichen die Bodenerträge nur noch 6,7 Monate für die Eigenversorgung und die Familien werden gezwungen, zusätzliches Einkommen etwa durch Tagelöhnerarbeiten zu erwirtschaften. Die ökologische Belastung dieser Wälder erfolgt in erster Linie durch illegalen Holzeinschlag und Holzschmuggel bzw. durch die Übernutzung der Wälder, verursacht von den Einheimischen selbst, die Holz als einzige Energiequelle nutzen. Es besteht ein Teufelskreis der Armut, der zu Umweltschäden führt. Auch im Himalaya ermöglicht der Tourismus zusätzliches Einkommen, und in der Kathmandu Declaration on Mountains, die anlässlich des Jahrs der Berge kürzlich publiziert wurde, wird der Pro-poor Tourismus direkt angesprochen. Es wird ein "sustainable ecotourism" empfohlen, der unmittelbar der lokalen Bevölkerung in den Dorfgemeinschaften dienen soll. Der Schutz der Biodiversität und der Umwelt kann leichter bewältigt werden, wenn die Bauern selbst für ihre Wälder und Almen Verantwortung übernehmen, aber auch Nationalparks und Schutzzonen sind erforderlich, um die Belastung zu reduzieren und Stress abzubauen. Nepal, eines der ärmsten Länder der Welt, so groß wie Österreich und die Schweiz zusammen, mit 24 Millionen Einwohnern, wovon 70 % jünger als 40 Jahre alt sind, hat fast ein Fünftel seiner Landesfläche unter Schutz gestellt. Darunter sind auch jene Gebiete, in denen mit dem Tourismus ein bescheidener Wohlstand eingekehrt ist.

 

 

Die langfristige Erhaltung der Lebensgrundlage der Gebirgler als Ziel

    Oben auf dem Berg angekommen – bleib nicht stehen! Dieses Koan des Zen-Meisters könnte für die zukünftige Entwicklung zum Motto werden. Es steht stellvertretend für eine Perspektive, die nicht den maximalen Profit als Gipfelsieg versteht, sondern die langfristige Erhaltung der Lebensgrundlage der Bewohner der Gebirge. Der sichere Abstieg ins Tal gehört zur geglückten Bergtour wie zum Verständnis des Tourismus dessen Einbindung in ein komplexes Gefüge von Prozessen und Zusammenhängen gehört, die eine ganzheitliche Sichtweise – zumindest Kostenwahrheit – fordern. In den Bergen der Welt, diesen Jahrtausende alten Bollwerken und Symbolen der Festigkeit und Solidität, hat der Shareholder Value keinen Platz. Vielmehr geht es darum, alle Stakeholder, die Ansprechgruppen, diejenigen, denen die Berge Lebensraum sind, in die Entscheidungen einzubeziehen. Nur so lässt sich der Gedanke der nachhaltigen Entwicklung auch verankern.

 

 

Der bewahrende Fortschritt

Unsere Vorfahren dachten, dass der Berg, indem er über die Wolken hinausragt und den Himmel berührt, eine Kommunikation mit der Welt über uns, mit dem Paradies, mit dem Wohnsitz der Götter, ermögliche. Vielleicht schaffen es professionelles Management und Demut zusammen, eine neue Qualität der Beziehung zu den Elementen, zwischen Mensch und Natur herzustellen, die nicht von Eroberung und Unterwerfung geprägt wird. Es müsste wohl eine Strategie des bewahrenden Fortschritts sein, in der die Natur wieder aufgrund ihres direkten Nutzwertes für ein örtliches agrarisch-gewerbliches Überlebenssystem definiert wird, und nicht ausschließlich nach ihrem ästhetischen Wert für die Gäste. Diese Strategie, die auf verbindlichen, alpenweiten Standards als Orientierungsrahmen für alpenpolitisches Handeln beruht, muss die regionalen Kreisläufe wiederbeleben, weil eine ökologische Zukunft eine ökonomische Grundlage braucht.

(Ausdrucken?)

...

=== Zurück zur Übersicht ===