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Zu Mircea Eliade -
aus der Sicht eines Zaungasts
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Die Debatte um die Verstrickung der führenden Köpfe des Landes in den
Nationalsozialismus
kam in Rumänien erst nach 1989 zustande: Die Säulenheiligen
des nach der Wende tief verunsicherten Staates gerieten ins Schussfeld der Kritik im In-
und Ausland, darunter auch Mircea Eliade. Er starb 1986, ohne sich je öffentlich mit den
Schattenseiten seiner Vergangenheit auseinandergesetzt zu haben. Am Beispiel
Eliades lassen sich heute die
Zusammenhänge zwischen bestimmten
Formen von Religiosität und politischem Extremismus studieren.


Von Herwig Gottwald
(01. 01. 2007)

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    Seit geraumer Zeit hat die Erforschung der dunklen Seiten der europäischen Nationen, ihrer unterschiedlichen Verstrickungen in den Faschismus bzw. Nationalsozialismus auch Rumänien erreicht und nicht zuletzt die Verbindungen zahlreicher Intellektueller zum faschistischen Regime bloßgelegt. Während in manchen europäischen Ländern dieser Prozess der 'Vergangenheitsbewältigung' bereits vor der 'Wende' einsetzte, etwa in Österreich nach der Wahl Kurt Waldheims zum Bundespräsidenten (in der BRD als einzigem 'Nachfolgestaat' NS-Deutschlands wesentlich früher, mit deutlichen Schüben anlässlich des Eichmann- und des Auschwitz-Prozesses Anfang der 1960er Jahre), kam es in anderen erst nach 1989 zu diesem meist schmerzhaften, für viele aber befreienden Aufarbeiten der Schattenseiten ihrer jüngeren Geschichte. In Staaten wie Frankreich (Kollaboration unter dem Vichy-Regime), Polen (Pogrome gegen Reste der jüdischen Bevölkerung nach 1945), Schweiz (indirekte Verstrickung einzelner Banken und Politiker in den Holocaust), die bisher erfolgreich entweder als Opfer oder als unbeteiligt auftreten konnten, setzte diese Auseinandersetzung ebenso ein wie in jenen Ländern, deren damalige Regierungen direkte Verbündete Hitler-Deutschlands waren: Italien, Ungarn, die Slowakei, Kroatien, Bulgarien und eben Rumänien. Eine Sonderstellung nahm in den neunziger Jahren die ehemalige DDR ein, deren kommunistische Regierungen lange jeden Verdacht auf Mittäterschaft von vornherein abgewehrt hatten. Die DDR galt als sozialistisches Land ohne jede nationalsozialistische Kontinuität; der Lyriker Kurt Drawert spricht in seinem Monolog Spiegelland (1992) von der "braunen Unterwäsche", "auf der die rote Kleidung getragen wurde"(1), und charakterisiert damit einen von oben gesteuerten Verdrängungs- und Verleugnungsprozess, der in unterschiedlichem Ausmaß und in verschiedenen Ausformungen auch den Umgang anderer Gesellschaften mit der Gewaltvergangenheit der Jahrzehnte bis 1945 bzw. darüber hinaus prägte. In den baltischen Ländern etwa ist der Aufarbeitungs- und Bewältigungsprozess erst kurz vor bzw. nach dem EU-Beitritt allmählich in Gang gekommen, in anderen lässt er weiterhin auf sich warten.

In besonderem Maße waren die Intellektuellen, Künstler, Philosophen von diesen gesamtgesellschaftlichen Vorgängen betroffen. Der "Verrat der Intellektuellen" (wie Julien Benda die Anfälligkeit großer Teile dieser gesellschaftlichen Gruppen gegenüber politischem Extremismus bezeichnete)(2) hatte in zahlreichen europäischen Ländern verheerende Wirkungen, die in manchen erst allmählich zutage traten: Während der norwegische Nobelpreisträger Knut Hamsun bereits unmittelbar nach Kriegsende öffentlich zur Verantwortung gezogen, vor Gericht gestellt, mit einer hohen, ihn wirtschaftlich ruinierenden Geldstrafe belegt wurde (erst in jüngster Zeit kam es zu einer langsamen Rehabilitierung in seinem Heimatland)(3), während auch der französische Romancier und Kollaborateur Louis-Ferdinand Céline erst nach Jahren in seine Heimat zurückkehren konnte, gelang es anderen politisch belasteten Intellektuellen, sich einer Konfrontation mit ihrer Vergangenheit weitgehend zu entziehen: Martin Heidegger ist der prominenteste deutsche Philosoph mit eindeutig nationalsozialistischer Vergangenheit, dem sein politisches Engagement 1933 nicht geschadet hat, der im Gegenteil nach 1945 einen zweiten Aufstieg erlebte und dessen Werk bis heute, im Zeichen der Postmoderne, nahezu ungebrochen positiv rezipiert wird (etwa in germanistischen Lehrbüchern ebenso zur Grundlektüre empfohlen wird wie in einschlägigen kulturwissenschaftlichen Handbüchern). Ein extremes Beispiel ist der Fall Paul de Man. Der belgische Literaturtheoretiker, längst zur Ikone der internationalen Postmoderne avanciert und als Kanonautor des Poststrukturalismus in die Lehrbücher für die akademische Jugend eingegangen, war während des Zweiten Weltkrieges Mitarbeiter der belgischen Kollaborationszeitung "Le Soir" und schrieb in den Jahren 1940 bis 1941 mehrere antisemitische Artikel, in denen er sich u.a. "für eine von Europa isolierte jüdische Kolonie" aussprach (4), was nach seiner 'Emigration' in die USA (nach 1945!) bis nach seinem Tod vertuscht wurde, seiner Beliebtheit in den postmodernen Literaturtheorien aber keinen Abbruch tat.(5) Weitere Fälle sind Julius Evola für Italien, Enrico Marco für Spanien und eben Cioran und Eliade für Rumänien. Natürlich sind nicht alle auf der gleichen Ebene angesiedelt und müssen daher entsprechend differenziert behandelt werden.

    Die Debatte um die Verstrickung der führenden Köpfe des Landes in dessen unheilvollste historische Epoche kam in Rumänien erst nach 1989 zustande: Die Säulenheiligen des nach der Wende tief verunsicherten Staates, vom neuen Präsidenten Nastase als "kultureller Mehrwert" bezeichnet (6), gerieten nunmehr ins Schussfeld der öffentlichen Kritik im In- und Ausland. Man konnte etwa dem bis heute mit guten Gründen weltweit gelesenen und auch bewunderten philosophischen Essayisten und Dichter E.M. Cioran seine Bewunderung für Hitler und den rumänischen Faschistenführer Codreanu ebenso nachweisen wie seinen Antisemitismus und seine Ablehnung der Demokratie.(7) Im Fall Eliade waren die Dinge ähnlich kompliziert:(8) Als führender Intellektueller der rechtsgerichteten "Jungen Generation" nähert er sich Ende der dreißiger Jahre der faschistischen "Eisernen Garde", gerät als junger Assistent unter den Einfluss des dieser nahestehenden Philosophen Nae Ionescu(9) und wird schließlich Kulturattaché an der rumänischen Botschaft in London. Nach dem Kriegseintritt Rumäniens arbeitet er als Diplomat in Lissabon, wo er die Salazar-Diktatur als Bollwerk gegen die "anglo-bolschewistische Allianz" feiert.(10) Er bleibt bis 1945 Sympathisant Hitler-Deutschlands und ist von dessen Niederlage politisch schwer enttäuscht. Er verliert alle politischen Funktionen und emigriert nach Paris, da ihm eine Rückkehr nach Rumänien versagt bleibt, wendet sich von der Politik ab und seinen religionswissenschaftlichen Studien zu, die ihm schließlich einen Lehrstuhl für Religionsgeschichte an der Universität Chicago einbringen. In den folgenden Jahren erscheinen seine bedeutendsten wissenschaftlichen und literarischen Texte, die ihn weltweit bekannt machen und an denen bis heute niemand vorbeikommt, der sich mit den Themen Religionsgeschichte oder Mythos bzw. Mythologie befasst. Eliade stirbt 1986, ohne sich öffentlich mit den Schattenseiten seiner Vergangenheit auseinandergesetzt zu haben (im Unterschied etwa zu Knut Hamsun, vergleichbar aber mit Heidegger). Inzwischen sind weitere Quellen aus der Zeit vor 1945 bekannt geworden, die Eliades Verstrickung in den rumänischen Faschismus deutlich machen: Der rumänische Holocaust-Überlebende Norman Manea stellte 1992 die Schattenseiten des berühmten Schriftstellers anhand von dessen profaschistischen Artikeln einem breiteren Publikum vor, diese selbst wurden neuerlich publiziert,(11) und 1997 erschienen die Tagebücher des jüdisch-rumänischen Freundes Eliades Mihail Sebastian, in denen die Verstrickungen Ciorans, Eliades u.a., der um sich greifende Antisemitismus aus erster Hand dokumentiert waren. Sebastian konnte "die Verwandlung seiner Freunde, die Brutalisierung ihrer ideologischen Physiognomie beobachten. Ihre 'Rhinozerisierung', wie Eugène Ionesco, ein weiterer Zeitzeuge, der sich allerdings nach Paris retten konnte, es später formulieren sollte."(12)

    Diese noch keineswegs beendete Debatte um Eliade und Cioran, die u.a. im Bukarester Goethe-Institut wissenschaftlich weitergeführt wurde,(13) berührt neben dem politischen bzw. gesellschaftspolitischen Bereich auch den der Religionswissenschaft bzw. Mythosforschung: Es geht um den Zusammenhang zwischen dem religionsgeschichtlichen Schwerpunkt Eliades, seinen religionswissenschaftlichen Thesen und seiner politischen Vergangenheit, damit aber letztlich um die "Frage nach dem Zusammenhang von Religion und Faschismus",(14) die Stiehler wie folgt zuspitzt:

"Die Verbindung von Ethnokratie und Orthodoxie, von 'Rumänität' […] und Spiritualität, kurz: von 'völkischem' Terror im Namen Gottes, stellt die spezifisch rumänische Variante des europäischen Faschismus dar. Hier liegt der Kern von Eliades religionsgeschichtlichem Interesse. Hier wurzelt seine Unterscheidung eines 'kosmischen' (primitiv-agrarischen) Christentums von einem 'jüdisch-historischen', seine von Nae Ionescu übernommene Identifizierung des Organischen mit dem Orthodoxen, die Affinität zur 'Rassenlehre' wie die Mystifikation der auf Seiten Francos im Spanischen Bürgerkrieg gefallenen rumänischen Nationalisten oder der auf Seiten Hitlers im 'Heiligen Krieg' gegen die Sowjetunion."(15)

Diese pronociert formulierte These begründet Stiehler in seinem wichtigen, aber knappen Artikel nicht, sie enthält aber genug Sprengstoff, um nicht einfach übergangen werden zu können. Auch in den Diskussionen des Bukarester Goethe-Instituts spielten "religiöse Einflüsse auf die politische Implementierung faschistischer Ideen" eine zentrale Rolle:

"Was für den Nationalismus im Allgemeinen gilt, gilt noch mehr für den faschistischen Hypernationalismus: er bedarf der Rückversicherung bei den übernatürlichen Mächten des Schicksals und der Vorsehung, also einer neuen Politik aus dem Glauben."(16)

    Ohne diese vertrackte Verbindung zwischen Eliades Religionstheorien und seinem politischen Engagement in Abrede stellen zu wollen, wäre es dennoch unangemessen, das wissenschaftliche Werk des bedeutenden Forschers vor allem darauf zu reduzieren. Eliades Hauptwerke sind in mehrfacher Hinsicht bis heute in der Religionswissenschaft und in der Mythosforschung nicht zu übergehen. Neben seiner mehrbändigen "Geschichte der religiösen Ideen",(17) einem weiterhin maßgeblichen Nachschlagewerk für die einschlägige Forschung bzw. deren Nachbardisziplinen, aber auch für interessierte Laien, sind vor allem seine bahnbrechenden Arbeiten zur Mythosforschung zu nennen: "Kosmos und Geschichte", "Mythos und Wirklichkeit", "Das Heilige und das Profane", "Die Religionen und das Heilige",(18) aber auch "Schamanismus und archaische Ekstasetechnik"(19) oder "Mythen, Träume und Mysterien".(20) Diese Bücher sind eine Fundgrube für alle, die sich für vormoderne Gesellschaften, deren Glaubens- und Lebensformen, für Mythen europäischer und außereuropäischer Völker interessieren oder sogar darüber arbeiten. Im Bereich der Mythosforschung sind sie schlechterdings unverzichtbar, vor allem dort, wo sie über Ernst Cassirers epochale Rekonstruktion des mythischen Denkens in dessen Entwicklungsgeschichte (21) hinausgreifen und auch Quellen bzw. Forschungsergebnisse berücksichtigen, die Cassirer nicht kennen konnte. Grundlegend bis heute sind etwa seine Beschreibungen und Interpretationen mythischer Raum- und Zeitvorstellungen, mythischer Geschichtsauffassungen, damit des gesamten mentalen Gefüges vormoderner Gesellschaften. Ebenso wichtig sind seine Interpretationen einzelner Mythen-Systeme und Rituale in deren institutionellen Verankerungen und mentalen Grundlagen.

Dass Eliade dabei selbst des Öfteren eigene religiöse Auffassungen in die Interpretation einfließen lässt, ist nicht nur methodisch problematisch, sondern auch unter den oben angesprochenen Aspekten bedeutsam. Seine religiösen Bekenntnisse etwa im Schlussteil von "Kosmos und Geschichte" (1949, deutsche Übersetzung 1952) sind auffallend und werfen im Lichte der neueren Erkenntnisse über seine politische Vergangenheit neue Fragen auf. Man könnte diese Passagen auch als Belege für Stiehlers Thesen heranzuziehen versuchen.

    Damit ist aber ein Bereich berührt, der über den individuellen Fall Mircea Eliade hinausweist und die Notwendigkeit anzeigt, "eine vergleichende Geschichte der Intellektuellen diesseits und jenseits des ehemaligen eisernen Vorhangs" (22) in Angriff zu nehmen, wobei zweifellos die kryptischen Zusammenhänge zwischen bestimmten Formen von Religiosität und politischem Extremismus besondere Aufmerksamkeit erfahren müssten. Autoren wie Julius Evola (23) oder Vertreter der sogenannten 'Konservativen Revolution' wie Ernst Jünger sowie deren Vorläufer (von Spengler bis Klages bzw. in Italien von Marinetti bis d’Annunzio) müssten dabei berücksichtigt werden, gerade auch unter den Aspekten jener meist gegenaufklärerischen Formen von (Neo-)Religiosität, die manchmal stärker (Eliade, Evola), manchmal schwächer zum Ausdruck kommt, ohne dass dabei alle genannten Schriftsteller und Forscher 'unter einen Kamm geschoren' werden dürfen.

...
Anmerkungen:

(1) Kurt Drawert: Spiegelland. Ein deutscher Monolog. Frankfurt a.M. 1992, S. 69.

(2) Julien Benda: Der Verrat der Intellektuellen (1927). Neuauflage München / Wien (Hanser) 1978.

(3) Vgl. dazu: Walter Baumgartner: Knut Hamsun. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1997 (=rowohlts monographien 543); sowie Robert Ferguson: Knut Hamsun : Leben gegen den Strom. Biografie. München 1990.

(4) Vgl. dazu Brian Vickers: Nietzsche im Zerrspiegel de Mans: Rhetorik gegen die Rhetorik. In: Nietzsche oder "Die Sprache ist Rhetorik". München 1994, S. 219-240; Vickers bezieht sich nicht nur auf die Verstrickungen des berühmten Literaturtheoretikers der sog. "Dekonstruktion" in den Nationalsozialismus, sondern hebt auch dessen Verleugnungs- und Verdrängungsstrategien nach 1945 hervor und interpretiert diese als Signale für eine "Kontinuität zwischen de Mans Leben und seiner Literaturkritik: In beiden stellt er sich als jemand dar, der bereit ist, Ereignisse zu verdrehen oder 'Realität' wie auch Motive und Texte 'neu zu gestalten', wenn der Erfolg einer Strategie oder eines Argumentes davon abhängt, die Dinge in einem für ihn günstigen Licht zu zeigen." S. 221; vgl. dazu den satirischen Schlüsselroman von Gilbert Adair: Der Tod des Autors. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 2002 (Neuauflage).

(5) Dass ausgerechnet postmoderne Theoretiker sich auf Heidegger oder Paul de Man berufen (auch auf Nietzsche), dürfte kein Zufall sein und bedarf einer näheren Analyse; zu Heideggers NS-Verstrickung und deren Einfluss auf seine Philosophie vgl. Pierre Bourdieu: Die politische Ontologie Martin Heideggers (1975). Frankfurt a.M. 1988; dazu auch kritisch Jean Améry: Werke, Band 6. Aufsätze zur Philosophie. Herausgegeben von Gerhard Scheit. Klett-Cotta, Stuttgart 2004.

(6) Vgl. Heinrich Stiehler: Gedanken zu Cioran, Eliade, Ionesco und dem Vergessen des Faschismus. In: Zwischenwelt. Literatur. Widerstand. Exil 19 (Febr. 2003), Nr. 4, S. 8-10.

(7) Vgl. Alexandra Laignel-Lavastine: Cioran, Eliade, Ionescu: l’oubli du fascisme. Paris 2002; zu Cioran: Patrice Bollon: Cioran. Der Ketzer (frz. Original 1997). Frankfurt a.M. 2006. Bollon ist im Gegensatz zu Lavastine um eine stärkere Differenzierung und Berücksichtigung historischer Kontexte bemüht; vgl. S. 20-24; die Diskussion ist noch mitten im Gange und wird von interessierten Cioran-Lesern bzw. Leserinnen mit Interesse verfolgt.

(8) Die kürzlich erschienene Eliade-Biografie von Florin Turcanu, die eben ins Deutsche übersetzt wurde, konnte ich noch nicht einsehen: Mircea Eliade: Der Philosoph des Heiligen oder Im Gefängnis der Geschichte. Eine Biografie. Aus d. Franz. übers. von Silke Lührmann. Albersroda : Edition Antaios, 2006.

(9) Vgl. Hannah Müller: Mircea Eliade und Nae Ionescu. Der Schüler und sein Meister. In: Zeitschrift für Religionswissenschaft 12 (2004), S. 79-98.

(10) Zit. nach Stiehler, S. 9; Bezug auf Eliades vor kurzem in Spanien publiziertes Tagebuch aus seiner portugiesischen Zeit: Mircea Eliade: Diario Portugès. Barcelona 2001.

(11) Vgl. Edward Kanterian: Die Zeit der Rhinozerosse. Eliade, Cioran und Ionescu in der Faschismus-Diskussion. In: Neue Zürcher Zeitung, 11.11.2002, S. 21.

(12) Richard Wagner: Das Zeitalter der Rhinozerosse. Ein überwältigendes Dokument – Mihail Sebastians rumänische Tagebücher 1935-1944. In: NZZ, 19.2.2005; zu Ionescos Rolle vgl. Stiehler, S. 9.

(13) Vgl. den Bericht zu einer einschlägigen Tagung im November 2005 von Horst Junginger: Die Intellektuellen und der Faschismus in Mittel- und Südosteuropa. Geschichte und Erinnerung. Tagungsbericht vom 15.1.2006 (Internet: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/
tagungsberichte/id=1030).

(14) Ebd.

(15) Stiehler, S. 9.

(16) Junginger 2006.

(17) In fünf Bänden bei Herder erschienen (Taschenbuchausgabe).

(18) Alle im Insel-Verlag veröffentlicht.

(19) Frankfurt a.M. 1999 (stw 126).

(20) Otto Müller Verlag Salzburg 1961.

(21) Vgl. Ernst Cassirer: Philosophie der symbolischen Formen. Bd. II: Das mythische Denken (1924). Darmstadt 1994; vgl. dazu mein eben erschienenes Buch: Spuren des Mythos in moderner deutschsprachiger Literatur. Theoretische Modelle und Fallstudien. Würzburg: Königshausen & Neumann 2007, bes. S. 116ff; zu Eliade in mythostheoretischer Sicht  S. 62f., 156ff., 328f.

(22) Stiehler, S. 8.

(23) Vor allem in seinem Hauptwerk "Revolte gegen die moderne Welt" (1935, wiederaufgelegt in dt. Übersetzung 1982, derzeit im Arun Verlag erhältlich).


 

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