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"Das Ganze ist ein Intellektuellenficktrick, sonst nichts." - "Tick, Trick und Track", skandiert der Chor der geistlosen Männer. Mickeymousehefte rascheln. Vielleicht ist auch der eine oder der andere Playboy dabei, wer weiß.
"Der Krieg in Nahost", fängt er an, verliert
aber sofort wieder den Faden, den roten. Wegen des Lippenstifts, den Frieda aus dem
Täschchen gezogen hat.
"Rot wie Blut", sagt sie. "Von Dior, ist scheißteuer."
"Man muss schon was tun", sagt sie und zieht den Lippenstift über ihre Lippen,
die rot, die blutrot werden. Ohne zu tropfen. Klebeblutrot. Und sie hat nicht einmal einen
Spiegel gebraucht.
"Kussecht!", stellt sie fest und das ist eine
Kriegserklärung, Richard greift nach der zweiten politischen Theorie. Das heißt, er will
nach ihr greifen, aber da bleibt ihm die Hand in der Luft stehen. Was ist denn das? Hat
Frieda ihm tatsächlich ihren Fuß zwischen die Beine geschoben?
"Frieda!", leise, scharf sein Ton.
"Ist was?"
Ja, ein spitzer Schuh da unten und die politische Theorie da oben. Scheiße, verdammte
Scheiße. Richards Blut weiß nicht, wo es zuerst hinsteigen soll. "Nicht nach
unten", fleht Richard sein Blut an. Aber was versteht schon so ein Männerblut.
Richard sagt nicht: "Ich hab noch einen Termin", Frieda sagt nicht. "Jetzt zier dich doch nicht so", weil Richard und Frieda ein Richard-Und-Frieda-Pärchen werden müssen. So steht es in Friedas Tagebuch geschrieben. Unter "A" wie "Angriff ist die beste Verteidigung".
Homepage der Autorin:
http://www.andrea-heinisch-glueck.de.vu/
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