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Dunkel
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Von Tobias Sommer
(15. 09. 2005)
Ich sitze im Dunkeln
alles aus dem Raum ziehende schwarze Seitenwände
führen zum künstlichen Licht
bannen meinen Blick
und fokussieren einen kleinen JungenTausend vertraute Stimmen vor und hinter mir
Wörter meiner Familie auf dem Nebensitz
Flüstertöne aus der ersten Reihe der Vergangenheit
Sätze von früheren Nachbarn
Wenn ich könnte, würde ich antwortenZu viele Gesichter um mich
weinende Kinobesucher
ein trauriger Filmverleiher
und die vergängliche Fröhlichkeit der Darsteller
wenn ich könnte würde ich ein Lächeln verschenkenSchmatzende Kinder, Popcorn, Eis, Cola
Eine Geburtstagstorte
Wenn ich könnte würde ich danke sagen
Und schalte das Licht ein,
und bin allein, in meinem Keller
in meinem Leben
der letzte Film meiner Kindheit
WaldsterbenVon Tobias Sommer
Von den Wegen
Auf denen ich mich bewegte
Wird man berichten
Zwangsläufig, glaubte ich
Nun liegen sie hinter mirMit beiden Beinen im Rohhumus,
grundwassernah im Sumpfmoos
fast bis zum Halse
In diesem immergrünen FluchtortVerästelungen neben und in mir
Zweigen sich von den Bäumen
Und meinen Gedanken ab
Noch ist sie da
Die Erinnerung von dem Weg hierherZuhörer im Unterholz, Lügner in den Kronen
überall die falschen Hoffungen im Gebüsch
Flügelschlagende Geräusche einer Art Freiheit über mir
Der Wunsch zurück entsteht
Aber ich vergesse
vom Weg abgekommen jede Richtung
...Kurzgeschichte
"U-Bahn-Tunnel-Fugen" Kurzgeschichte
"Versteckte Erinnerungen“ Kurzgeschichte
"Fremder“ in der Anthologie Gedicht "Verdrängung“
in der Zeitschrift Preise 3.Platz
Literaturwettbewerb 2005 |
... "Meer über
uns"
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