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"Stirnrunzeln" - Teil VIII
Von Reinhard Winkler
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Überlegung

      Wenn das Glück g bei einem Bedürfnis b gleich 1 ist, dann wissen wir, daß sich der Erlös e des Glücksgefühls auch bei kleinen Gefühlsschwankungen nicht ändern wird. Wenn daher der Erlös des Glücksgefühls bei allen Gefühlsschwankungen konstant bleibt, dann müssen wir eine Bedürfniskurve haben, die überall eine Elastizität von -1 aufweist. Wir wollen also einfach, daß Glück mal Bedürfnis einen konstanten Erlös ergibt.
Die Formel für eine Bedürfnisfunktion mit konstanter Elastizität von –1 ist (siehe Abb.15.6, Seite 263)
Das Glück bleibt eine beliebige Konstante. Aber wie ändert sich der Erlös, wenn sich die Bedürfnisfunktion ändert? Im allgemeinen ist das Glück bei kleinen Änderungen von Bedürfnis und Erlös durch die Konventionsformel

g = b.e + e.b

gegeben. Wenn wir beide Seiten dieser Gleichung durch gs (=Variable für den individuellen Wert der Gefühlsschwankung) dividieren, erhalten wir die Gleichung für den Grenzerlös ( = dargestellt durch die marginale Bescheidenheitsattitüde = mBa)

 g:gs = (b.e):gs + (e.b):gs = mBa = g:e = b + e . b:e

Würde diese Gleichung aufgehen, wäre das ein Glücksfall, wobei die Elastizität typischerweise teigig sein müßte. Und nur unter diesen Bedingungen, die aber leider nicht mal denkbar sind, ergäbe sich eine lineare Lustkurve von 1 – 17 mit einer Elastizität von 0 bis unendlich.

Dies ist aber leider nicht der Fall.
Es bleibt die Frage: Welche Kurve weist eine konstante Elastizität auf?
Es wird wohl mit dem Grad der Motivation zusammenhängen. Aber das ist nur eine Hypothese. Auf dieser Hypothese basierend, ließe sich eine Fieberkurve erstellen. Und da beginnt das eigentliche Problem: Ich finde das Erstellen einer Fieberkurve nicht der Mühe wert.

Ich kann nicht mitfiebern.
Ich verstehe die Aufregung nicht.


(Juli 2001)

 

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