Idealtypus im Internet

Von Andreas Eckl

Lehrveranstaltung: Internetseminar zur Verstehenden Soziologie
Lehrveranstaltungsleiter: Univ.-Prof. Dr. Rudolf Richter
Universität: Universität Wien / Institut für Soziologie
Semester: SS 1998



INHALTSVERZEICHNIS


Einführung

Vorgehensweise

Erläuterungen und Diskurse

Abgrenzungen und Ausdifferenzierung

Idealtypisches

Kreativität und Kreationen

Stereotypen

Individuum als Idealtyp

Der Idealtyp im Wettbewerb

Zusammenfassung


Literatur

 


Einführung


 

     Der auf Max Weber zurückgehende Begriff des Idealtyps hat für die Soziologie große Bedeutung.
Verstehen zu können und gegenseitiges Verständnis auf abstrakter und abstrahierender Ebene zu erzeugen
braucht Worte. Um zu ermöglichen, daß mit " ... Worten etwas Eindeutiges gemeint sei, muß die Soziologie ihrerseits »reine« (»Ideal«) Typen von Gebilden jener Art entwerfen, welche je in sich die konsequente Einheit möglichst vollständiger Sinnadäquanz zeigen, eben deshalb aber in dieser absolut idealen reinen Form vielleicht ebensowenig in der Realität auftreten wie eine physikalische Reaktion, die unter Voraussetzung eines absolut leeren Raumes errechnet ist. Nur vom reinen (»Ideal«-) Typus her ist soziologische Kasuistik möglich." (Weber, 1984, S38) Daneben hat der Begriff aber auch Einzug in die Alltagssprache gefunden. Alltagssprachlich dürfte die etymologische Bedeutung des Begriffes Idealtyp von Relevanz sein. Bei der Teilung des Wortes ist ‘Ideal’ auf "der Idee, dem Urbild entsprechend" und ‘Typus’ auf "Figur, Bild, Muster" zurückzuführen (Kluge, 1995, S393, S842).

In der vorliegenden Untersuchung wird der Frage nachgegangen, inwieweit durch den Gebrauch des Idealtyps im Internet eine Veränderung der Bedeutung desselben stattfindet. Benutzung des Terminus Idealtyp findet sich im Internet auf vielfältige Art und Weise. Die vielseitige Verwendung im alltäglichen sowie wissenschaft(salltäg)lichen Bereich läßt vermuten, daß es einerseits für das Internet eine spezifische Anwendung gibt, andererseits eine allseits korrekte Anwendung mit Schwierigkeiten verbunden sein dürfte.


Vorgehensweise


Um dem ‘Riesenprotokoll’ des Internets die Untersuchungseinheit zu entnehmen, wurden mittels der Suchmaschine ‘Alta Vista’ Web-Seiten nach dem Begriff ‘Idealtyp’ abgefragt. Von den 162 gefundenen Adressen schieden dreiundsechzig schwedische und eine dänische Adresse wegen Übersetzungsschwierigkeiten aus. Durch Zusammengehörigkeit, Mehrfachnennung sowie einige wenige Nichtverbindungen standen schließlich sechsundsiebzig Schriftstücke zur Verfügung.
Die Interpretation stützt sich auf zwei Ansätze: zwecks Frequenzanalyse wurde den einzelnen Dokumenten die aussagekräftigste Passage, bei zu langen Sätzen Satzteile entnommen. Bei der anschließenden intuitiven Ordnung der Einzelsätze (Satzfragmente) ergaben sich sechs Satzhaufen. Der, für jedes Bündel von Sätzen typischste Satz wurde vorangestellt - alle Sätze ‘dem Rang nach’ geordnet. Die so gewonnenen Satzbündel liefern bei Betrachtung auf Gemeinsames die Funktionsstrukturen der jeweiligen Anwendungsweisen. Die Interpretation findet sich jeweils zu Beginn eines Satzhaufens.
Zusätzlich wurde im Rahmen einer qualitativen Inhaltsanalyse, im Sinne von Mayring, eine Explikation (und zwar in Form einer engen Kontextanalyse) jedem einzelnen Textfragment vorangestellt - der komplette Text ist unter der nachstehenden Internetadresse abrufbar. Durch die Gegenüberstellung der beiden Zugangsweisen soll das mögliche Spannungsfeld den jeweils aussagekräftigeren Interpretationsansatz herausstreichen bzw. zusätzliche Interpretationsmöglichkeiten liefern. Problematisch ist die Tatsache, daß die Ausarbeitung von einer Person durchgeführt wurde


Erläuterungen und Diskurse + Abgrenzungen und Ausdifferenzierung


Dieses Bündel an Sätzen zeigt die Verwendung des Begriffs Idealtyp in seiner Eigenschaft als Referenzpunkt: diskutiert wird hier vor allem über den Idealtyp. Dies geschieht hauptsächlich in einer wissenschaftstheoretischen, das heißt den Idealtyp in seiner Funktion als wissenschaftliches Werkzeug, auf objektive Weise reflektierenden Form. Erklärungen sowie Erläuterungen stellen das jeweilige Anliegen des Autors in den Vordergrund; aber auch Abgrenzung zum Idealtyp zeigen durch Ausdifferenzierung den Kontrast des Idealtyps - dieser wird dadurch als ‘Gegenüberbild’ verfestigt.
In einer Abhandlung über ‘Die idealtypische Argumentationsgrundlage der >Protestantischen Ethik<’wird ‘Die Funktion des Idealtypus nach Max Weber’wissenschaftstheoretisch ausgeschöpft: unterschieden wird zwischen einer (idealtypischen) Verwendung des Begriffes in den Kulturwissenschaften einerseits und den Naturwissenschaften andererseits. Hervorgehoben wird die Funktion des Idealtypus als Werkzeug für den (Kultur)Wissenschaftler, der mit Hilfe dieses gedanklichen Konstruktes die historischen Ereignisse beleuchtet. Um den außerhalb der Beschreibung stattfindenden Ereignissen adäquat begegnen zu können, wird die Schwierigkeit einer direkten Beschreibung umgangen, und diese durch die differenzierte Gegenüberstellung am Idealtyp verhandelt. Neben der logischen Anwendung werden notwendige Funktionskriterien, Anwendungsgebiete, mögliche Fehlverwendungen sowie die Abgrenzung zu anderen analytischen ‘Werkzeugen’ besprochen:

"Der Begriff des Idealtypus und seine wissenschaftlichen Funktionen lassen sich nur aus einem umfassenderen wissenschaftstheoretischen Konzept verstehen. ...
Zwar spielen auch solche begrifflichen Ordnungsmuster in den Kulturwissenschaften eine nicht zu unterschätzende Rolle, doch unterscheidet sich diese Wissenschaftsgruppe von den Naturwissenschaften gerade dadurch, daß es ihr um die Herausarbeitung der Differenz zwischen dem historischen Individuum und dem allgemeinen Gattungsbegriff, unter welchen es sich subsumieren läßt, geht. An dieser Stelle setzt die idealtypische Methode an. ...
Auch der Idealtypus setzt sich, wie letztlich jedes sprachliche Gebilde, aus Gattungsbegriffen zusammen.
...
Doch erhalten diese Begriffe im idealtypischen Konstrukt eine neue Funktion: sie subsumieren nicht
einfach die Wirklichkeit, sofern sie sie erfassen können, unter sich, sondern fordern zu einem Vergleich
zwischen dem durch sie konstituierten Idealtypus und dem historischen Individuum heraus. ...
Wichtig: Der Idealtypus dient dem Vergleich, der Gattungsbegriff der Klassifikation. ...
Der Idealtypus wird vorwiegend unter forschungspragmatischen Gesichtspunkten formuliert. ...
Sinnvollerweise wird der Idealtypus aufgestellt, indem man einzelne Bestandteile des Forschungsgegenstandes in einem gedanklichen Konstrukt hervorhebt und zwar jene Bestandteile, die diesen Forschungsgegenstand am schärfsten von ähnlichen bzw. verwandten Gegenständen, mit denen er unter einem Gattungsbegriff subsumiert werden könnte, trennen. ...

Diese "idealen" und besonders "rein" ausgeprägten idealtypischen Denkgebilde besitzen den Vorteil leichter in einer klaren und verständlichen begrifflichen Form faßbar zu sein, während die reale historische Mannigfaltigkeit sich nur schwer festen Begriffen beugt. Aber diese Mannigfaltigkeit kann auf den nunmehr ausformulierten Idealtypus bezogen werden, sie erscheint als "verunreinigte" Form, als mehr oder weniger große, meßbare "Abweichung" vom begrifflichen Ideal und diese festlegbare Differenz zwischen Idealtyp und historischer Realität kann nun ihrerseits Objekt begrifflicher Formulierung werden, wobei aber der Idealtypus stets Bezugspunkt bleibt. ...
Wichtig: Der Idealtypus ist ein fiktives begriffliches Extrem (=Grenzbegriff). ...
Rein logisch betrachtet, entsteht der Idealtypus dadurch, daß einem Gattungsbegriff einschränkende Zusätze beigefügt werden. ...

Diese Bestimmungen sind immer noch sehr allgemein, doch erfüllen sie bereits eine idealtypische Funktion, da sie den mittelalterlichen Lehnsfeudalismus von anderen Herrschaftsordnungen, etwa dem modernen Anstaltsstaat, der auf der Legitimität schriftlich niedergelegter Verfassungen beruht und in dem die Herrschaftsfunktionäre (Beamte) die Machtmittel nur verwalten, nicht aber besitzen, absondert. ...
Wichtig ist es aber immer zu beachten, daß die Erklärungen des Historikers erst dort beginnen, wo der Idealtypus "versagt", d.h. dort, wo die historischen Erscheinungen sich nicht mehr in den Idealtypus einfügen. ...
Haben wir bisher die Logik der idealtypischen Begriffsbildung versucht zu rekonstruieren, so muß betont werden, daß diese in der Forschungspraxis zumeist eher implizit vollzogen wird. ...
Überhaupt haben alle vergleichend vorgehenden Studien letztlich ein idealtypisches Grundgerüst, auch wenn dieses nicht als solches dargelegt wird. Historiker denken also idealtypisch, ohne es zu wissen, so wie Moliéres Bürger ihr Leben lang Prosa sprechen, ohne dies selbst erkennen zu können. ...
Damit der Idealtypus seine Funktion erfüllen kann, muß er folgenden Kriterien nachkommen: logische Geschlossenheit ... empirische (=objektive) Möglichkeit ... Rationalität ...

 Idealtypen können u.a. aufgestellt werden für: Handlungsmuster im engeren Sinn ... kulturelle Weltbilder ... Personenverbände... Ordnungsstrukturen ... Entwicklungsstränge ...

Mögliche Fehler, bzw. Mißverständnisse bei der Anwendung von Idealtypen: Die idealtypische Begriffsbildung hat immer nur Sinn durch eine vorgegebene Fragestellung und eine als Interessenkriterium dienende Wertbeziehung. ... Aus einem Begriff, und besonders aus einem idealtypischen Begriff läßt sich niemals "Wirklichkeit" ableiten. Der Idealtypus ist ein analytisches Hilfsmittel, von dem aus wir niemals, ohne unsere Ansicht durch Tatsachen bzw. Erfahrungsregeln stützen zu können auf die Realität schließen können. ... Zu beachten ist im Zusammenhang mit dem letzten Punkt auch, daß der Idealtypus nicht schon selber die Erklärung für das uns interessierende Phänomen enthält. ...
Abgrenzung des Idealtypus von anderen analytischen Hilfsmitteln: Realtypus: der Realtypus hat eine eher beschreibende Funktion. ... Modell: einige Autoren versuchen den Idealtypus vom Modell durch die größere Abstraktheit abzugrenzen ...
Die idealtypische Argumentationsstruktur der >Protestantischen Ethik<: Vergleich zwischen dem Idealtypus des rationalen Betriebskapitalismus als Ordnungsstruktur und dem Idealtypus des adäquaten handlungsleitenden Ethos des kapitalistischen Geistes. ... Diese Frage wird angegangen durch den Idealtypus des asketischen Protestantismus. ..." http://www.uni-bamberg.de/~ba5sg1/lehre/ws9596/kuch/webideal.htm

Das Bürokratiemodell Max Webers, als ein auf Legalität beruhender Idealtyp von Herrschaft, wird erläutert:

"Um Fehlrezeptionen zu vermeiden, muß noch darauf hingewiesen werden, das Weber diese Herrschaftsform als Idealtyp betrachtet, d.h. diese Herrschaftsform ist rein technisch gesehen die formal rationalste und nicht praktisch, d.h. Weber will der empirisch-historischen Arbeit ein Instrumentarium an die Hand geben, mit dessen Hilfe im Einzelfall die Fragen nach der Herrschaftsform (Was ist an dieser Herrschaft spezifisch legal?) und dem Grad der Annäherung einer konkreten Herrschaftsform an einen dieser drei reinen Typen beantwortet werden können." http://www.uni-bamberg.de/~ba5sg1/lehre/ws9596/spilk/maxweber.html

Der gesellschaftliche Sinn der Beipass-Chirurgie: Untersuchung, welche die Auswirkungen einer Bypass-Operation bezüglich der Wiederaufnahme von Arbeit bzw. den Antritt der Rente beleuchtet. Idealtyp, z. B. ‘männliche Normalbiographie’, als Typisierung:

"Wir haben dabei Max Webers methodologisches Prinzip des Idealtypus als Erkenntnisform der mit historischen Daten befaßten Soziologie zugrundegelegt und daraus ein Verfahren der typologischen Verlaufsanalyse entwickelt. Sie eignet sich, um zu untersuchen, wie die Dynamik von Lebensgeschichten gesellschaftlich strukturiert ist, und bildet einen systematischen Zugang zum erklärenden Sinnverstehen in der empirischen Sozialforschung." http://www.uni-heidelberg.de/uni/presse/rc5/2.html

Eine wissenschaftliche Reflexion verweist auf die Differenz zum Idealtyp:

"Die Schlußfolgerung aus dieser Beobachtung ist, daß die strikte Dichotomie zwischen den beiden vermeintlichen 'Normalbegriffen' Tönnies' (die keinesfalls zu verwechseln sind mit dem Weberschen 'Idealtyp', wie dies häufig in der - nicht zuletzt braunen - Rezeption9 geschehen ist!) eine Reflexion der deutschen Geschichte des 19. Jahrhunderts darstellt10 und keinesfalls ein per se geeignetes Instrument zur Analyse moderner und postmoderner sozialer Verbände ist, obwohl Tönnies' Begriffspaar zwar recht grob, aber im ganzen richtig die Unterschiede zwischen traditionalen und modernen Gesellschaften andeutet." http://www2.rz.hu-berlin.de/inside/skan/gemenskap/BegriffeGemeinschaft.html

Im Zwischenbericht eines Projekttutoriums über die ‘Anthropologie der Gewalt’ setzt sich der prozesshafte Wandel der Gesellschaft mit dem statischen Idealtypen auseinander:

Die modernen europäischen Gesellschaften zeichnen sich dadurch aus, daß Gewalt einerseits zusammen mit Frauen und Kindern in die Privatsphäre verdrängt wurde und andererseits besonders massiv und konzentriert geschieht, gerade weil ein hohes Maß an Organisiertheit erreicht wurde (moderne Kriege, Vernichtungsmaschinerien des 20. Jh.). Bleibt man hingegen bei einem prozesshaft-historisch verstandenem Begriff der Zivilisation im Sinne Elias, so ist klar, daß er mit dem modernistischen Idealtyp der gewaltfreien Gesellschaft nicht zusammenfällt. Gewaltfreie Räume setzen eine Kanalisation von Gewalt voraus; das wiederum kann konzentriertes Auftreten von Gewalt an anderen Stellen der Gesellschaft bedeuten. Dies heißt auch, daß es nicht im Widerspruch zu einer zivilisatorischen Entwicklung stehen muß, wenn erhebliche Teile der Gesellschaft - wie z.B. lange Zeit Frauen und Juden in Europa - von der umfassenden Teilhabe an gewaltfreien Räumen ausgeschlossen sind. ... Gesellschaften ohne zentrale Kontrollinstanz - eben akephale Gesellschaften - waren, so wenig assoziationsschwanger ihre wissenschaftliche Bezeichnung auch klingen mag, mehr als alle anderen den Phantasien von westlichen Wissenschaftlern ausgesetzt: suchten die einen in ihnen den "guten Menschen", den Naturzustand, Besitzlosigkeit und Friedfertigkeit, so sahen die anderen in ihnen die Primitiven, Unterentwickelten, im hobbeschen "jeder gegen jeden" Verbliebenen. Beide Standpunkte gelten zur Zeit zumindest idealtypisch formuliert nicht als hoffähig, sind aber in abgeschwächter Form auch heute noch auf Konferenzen von Politologie bis Ethnologie zu hören.
http://userpage.fu-berlin.de/~jkoehler/texts/Zwischenbericht.htm

Die Diskussion bezüglich der demokratischen Nutzbarkeit des Internet bringt eine idealtypisch imaginäre Verortung des Individuums zwischen potentiell abrufbarem, gesichertem Wissen und empirischer Erfahrung; angesprochen wird die, dem Idealtyp der Demokratie widersprechende, Diskrepanz, daß nicht in Anspruch genommene demokratische Rechte sich nicht ‘demokratisch’ verteilen, sondern einseitig gewichtet genutzt werden:

"Die hier zu behandelnde Frage lautet also: Was wird aus dem gut informierten Bürger, der in der sog. Informationsgesellschaft3 (nicht nur als Kunde) König sein sollte? Der Bürger, der gut informiert sein will, hatte bei Schütz seinen idealtypischen Ort zwischen dem Experten, dessen Ansichten sich auf gesicherte Behauptungen stützen (also nicht auf "bloße Raterei oder unverbindliche Annahmen") und dem Mann auf der Straße, der "ein Wissen von Rezepten (hat), die ihm sagen, wie er in typischen Situationen typische Resultate durch typische Mittel zustande bringen kann". Die Relation von "hier" (Lebenswelt) und "dort" (System) verschiebt sich dadurch. Die drei von Schütz gewählten Idealtypen unterscheiden sich in der Art, wie sie die von "dort" auferlegten Relevanzen hinnehmen: Der Mensch auf der Straße wird sie weitgehend ignorieren ... Anders als totalitäre Systeme erlauben Demokratien Indifferenz und Nicht-Beteiligung und lassen den Bürger auch als reinen Privatmenschen (und schlecht informierten Wähler) gelten. Diesem Idealtyp hat die Wirklichkeit demokratischer Gesellschaften noch nie entsprochen. ... Entscheidungen werden folglich zunehmend personalisiert und von Stimmungen abhängig, "Betroffenheit" und "Glaubwürdigkeit" geraten zum wichtigsten Kriterium politischer Mobilisierung und "Aufmerksamkeit" zur wesentlichen Ressource der Informationsgesellschaft. Diese Akteursübersicht verweist zurück auf ein idealtypisches Drei-Sektoren-Modell neuen Typs, das man auf post-industriellen Gesellschaften anwenden kann." http://www.iid.de/macht/beitraege/leggewie.html

In der Konzeption für ein ‘Integriertes Management’ dient der Idealtyp zur Erläuterung grundsätzlicher Definitionen:

"Um genau definieren zu können, was unter kommunikativer Rationalisierung zu verstehen ist, wird in einem ersten Schritt der Idealtyp kommunikativen Handelns beschrieben. Dieser wird anhand von Regeln und Prinzipien eines Realtyps rationaler Kommunikation ausformuliert. Anhand der Definition des Realtyps kommunikativen Handelns kann im Anschluss daran die spezielle Umsetzungsproblematik in privatwirtschaftlichen Betrieben herausgearbeitet werden." http://www.stern.ch/hermann/publications/dissertation/prinzipien.html

In der Auseinandersetzung mit der Schaffung und Evaluation einer netzbasierenden Lernumgebung dient der Idealtyp als:

"heuristisches Hilfsmittel, das bei der Betrachtung (ursprünglich historischer) Forschungsgegenstände eine Hilfe sein sollte. Der Gegenstand des Erkenntnisinteresses wird - geleitet von den Kernfragen eben dieses, möglicherweise auch wechselnden, Interesses - nach dafür wesentlichen Konstitutiva abgesucht. Die werden aus ihrem originalen Kontext extrahiert, damit ebenso abstrahiert wie hinsichtlich ihres Anwendbarkeitsbereiches generalisiert, und sodann in einem theoretischen Konstrukt vereinigt: dem Idealtyp. An diesem können korrespondierende Phänomene der Lebenswelt zwar gemessen und in einem weiteren Schritt ggf. wertend beurteilt werden; sie sollten jedoch nicht mit dem Idealtypus vermischt oder gar verwechselt werden."

Die strukturellen Bedingungen des Internet finden bei diesen Überlegungen die Berücksichtigung:

"welche Möglichkeiten ein Medium idealtypisch mitbringt, Kommunikationsprozesse ungehindert ablaufen zu lassen: Es erlaubt copresence (gemeinsame Gegenwärtigkeit d. V.), visibility (Sichtbarkeit d. V.), audibility (Hörbarkeit d. V.), cotemporality (gemeinsame Vorläufigkeit d. V.), simultaneity (Gleichzeitigkeit d. V.), sequentiality (Aufeinanderfolge d. V.), reviewability (Überprüfbarkeit d. V.), revisability (Überarbeitbarkeit d. V.).3 Je mehr dieser Anforderungen unterstützt werden, desto besser. In der Praxis sind trade offs (Kompromisse? D. V.) unausweichlich. http://infix.emp.paed.uni-muenchen.de/nic/ss97/6abschluss

.. "Erst mal Gratulation, Daniel, und herzlichen Dank für Deine tolle Arbeit. Zum Thema Idealtyp: ..." http://infix.emp.paed.uni-muenchen.de/nic/ss97/6abschluss/61gruppe1/msg6.html "Wenn Danie schon unsere Analysen zusammengefasst hat, Christian sich um den Theoreiteil kuemmmert, Roman sich was zum Idealtyp ueberlegt, dann bleibt mir ja nur noch eine Endredaktion, in der ich Nics Kommentare einarbeiten koennte." http://infix.emp.paed.uni-muenchen.de/nic/ss97/6abschluss/61gruppe1/msg10.html

"Danke fuer Deinen Beitrag, da hast Du ja Massenhaft Arbeit investiert! Soweit ich das sehe hast Du sowohl die Theorie als auch den "Idealtyp" abgedeckt - kurze Frage: hast Du den Betrag von Christian schon integriert?" http://infix.emp.paed.uni-muenchen.de/nic/ss97/6abschluss/61gruppe1/msg36.html

"Also danke fuer die positiven Rueckmeldungen. Aber ich weiss noch nicht ob das Grundgeruest unserer Seminararbeit sein soll, da standen ja auch noch Ideen vom Idealtyp im Raum."
http://infix.emp.paed.uni-muenchen.de/nic/ss97/6abschluss/61gruppe1/msg5.html

"*** Idealtyp Die Darstellung eines Idealtyps halte ich auch für sehr wichtig."
http://infix.emp.paed.uni-muenchen.de/nic/ss97/4anwendung1/42plenum/msg20.html

In einer Rezension findet der Idealtyp seine abstrakt wissenschaftliche Anwendung:

"In der Weiterentwicklung dieses kultur-anthropologischen Ansatzes zur "Cultural Theory" bei Michael Thompson, der strukturelle Entsprechungen zur organisationssoziologischen Unterscheidung von Transaktionsmustern wie Markt, Bürokratie und Clan bei Ouchi aufweise, sieht Schmutzer eine brauchbare Grundlage für seinen eigenen integrierenden Ansatz. Am Ende dieser Kompilation verschiedener Ansätze enthält das Vier-Felder-Schema in der Formulierung des Autors neben den Mustern Ouchis noch den Idealtyp einer organisatorisch unverbundenen Glaubensgemeinschaft oder "Schule", deren Mitglieder nicht durch nachvollziehbare Transaktionen verbunden sind ("Nullmatrix"). ... daß es sich bei dieser Typologie nicht um eine beliebige Auflistung handelt, sondern um ein genuines Kategoriensystem, in dem alle möglichen Fälle von Interaktionen idealtypisch vertreten sind."
http://www.itas.fzk.de/deu/TADN/TADN1295/diskus.htm

Im ‘Habilitationsprojekt: Das Formzitat’ (Zitate aus ihrem historischen Konnex deutend zu verstehen) wird die Kulturgeschichte als Formengeschichte, in einer idealtypischen linearen Entwicklung, gedacht:

"Mit dem Konzept des Formzitats soll eine allgemeine Theorie des Umgangs von sich als historische verstehenden Kulturen mit ihrer Geschichte entwickelt werden. Voraussetzung dafür ist die theoretische Konstruktion eines Modells der Kulturgeschichte als Formengeschichte, für die Ergebnisse aus verschiedenen Einzeldisziplinen herangezogen werden sollen. Vor diesem Idealtyp linearer Entwicklung wird das Formzitat als Reflexion auf diese Geschichte zu profilieren sein."
http://www.uni-mannheim.de/users/dezernat1/fober/9495/fobrp63.htm

Die Schwierigkeit, Analogieschlüsse am Idealtyp zu orientieren, zeigt sich bei der Auslegung von Gesetzen:

"... der Gesetzgeber hier zur Vermeidung von Aufklärungsschwierigkeiten eine grob typisierende Regelung getroffen hat. Diese geht - ohne weiter zu differenzieren - von der verbindlichen Annahme aus, daß Zeiten der Krankheit und der Arbeitslosigkeit, die sich an einen primären Ersatzzeittatbestand anschließen, die Fortdauer des durch Gewährung der Ersatzzeit zu entschädigenden Aufopferungstatbestandes darstellen, so daß es des Nachweises einer kausalen Verknüpfung insoweit nicht bedarf (vgl. BSGE 54, 30, 32 = BSG SozR 2200 § 1251 Nr. 98; BSG SozR 2200 § 1251 Nrn. 21, 80, 133). Diese grobe Typisierung führt notwendigerweise dazu, daß auch Sachverhalte unter die Regelung fallen, die von dem "Idealtyp", bei dem die Voraussetzungen offensichtlich vorliegen, erheblich abweichen." http://www.vrp.de/mai96/aktuell/ar345.htm

In der Ankündigung zu einer wissenschaftlichen Übung wird anhand der Konfrontation mit dem Idealtyp die Individualisierung des Menschen während des Mittelalters herausgestellt:

"Lektüre und Interpretation historischer Quellen: Individuum oder Idealtyp? Personendarstellungen in der mittelalterlichen Geschichtsschreibung Do 14-16 Beginn: 23.4." http://www-geschichte.kgw.tu-berlin.de/W3/Geschich/ma.htm

Aus einer Literaturliste:

"Schmid, M., 1994 Idealisierung und Idealtyp. Zur Logik der Typenbildung bei Max Weber, in: G. Wagner &;H. Zipprian Max Webers Wissenschaftslehre, Frankfurt am Main: Suhrkamp" http://huizen.dds.nl/~tpoell/

Aus einer Literaturangabe:

"Idealisierung und Idealtyp. Zur Logik der Typenbildung bei Max Weber, in: G. Wagner/H. Zipprian (Hrsg.), Max Webers Wissenschaftslehre. Interpretation und Kritik, Suhrkamp Verlag, Frankfurt 1994, S. 415-444" http://www.unibw-muenchen.de/campus/Paed/we4/schmidl.htm

Die Biographie des Zisterziensermönchs Joachim von Fiori, der von 1145-1202 lebte, stellt dessen Bibelauffassung sowie hermeneutische Vorgehensweise als idealtypisch dar:

"Das heißt, die Bibel war sein einziges wirkliches Geschichtsbuch. Nach seinem Verständnis ist Geschichte die Summe idealtypischer Ereignisse, eine ideale Entwicklung sozusagen. Er denkt sich nun, wenn er die Gesetze, nach denen diese idealtypischen Ereignisse auftreten, erkennen könne, könne er auch von der Vergangenheit in die Zukunft schauen und Voraussagen machen. Dabei ist für ihn ein Idealtyp ein während der Geschichte an seinen eigenen Unzulänglichkeiten scheiternder Mensch!" http://www.rz.uni-frankfurt.de/~steigerw/studium/geschi-paed34.html

Zur ethnologischen Studie über das Matriachat in Gesellschaften wird ein persönlicher Idealtyp attestiert (dürfte der Formulierung ‘Max Webers Idealtyp’ entsprechen’):

"... über die polynesischen Trobriander (Reich, Malinowski), die südchinesischen Mosuo (Göttner-Abendroth), die Altvölker Taiwans (Derungs), die indonesischen Minangkabau (Benda-Beckmann, Rentmeister), die Khasi in Assam (Becker, Bertrand sowie von Ehrenfels), und schließlich über diverse Ethnien in Südindien und auf Ceylon (Bechert). All dies ist überaus spannend zu lesen, und zwar auch darum, weil es vielfach Göttner-Abendroths Idealtyp wirklich nahekommt." http://www.gondwana.de/jungle/sr/goettner.html

In einer kanonischen (als Vorbild dienenden) Auslegung von Psalmen findet der Idealtyp Verwendung zu struktureller Eingliederung derselben:

"Paßt der Psalm nicht genau auf den Idealtyp einer Gattung, so wird die Abweichung im schlechtesten Fall "repariert" oder im besten Fall als bewußte Abweichung von der Form genauer unter die Lupe genommen. Der besondere Clou dieser sogenannten formgeschichtlichen Methode, die von Hermann Gunkel in der Psalmenexegese eingeführt worden ist, liegt darin, jeder Gattung einen besonderen "Sitz im Leben" zuzuordnen, einen Verwendungszusammenhang, in der diese Gattung beheimatet ist."

http://www.asn-linz.ac.at/schule/religion/psalmen.htm

http://www.ktf.uni-passau.de/bibel/psalmen.html

 Eine Kritische Diskussion zeigt auf, daß Idealtyp nicht unbedingt gleich Idealtyp sein muß:

"Mir scheint allerdings, daß Vilas sich auf einen Idealtyp von "Zivilgesellschaft" bezieht, der genausowenig die Realität der europäischen Gesellschaften reflektiert. Ich stütze mich in diesem Aufsatz auf eine Definition der "Zivilgesellschaft", wie sie Edelberto Torres Rivas zusammengefaßt hat: als ein "Raum des Privaten, wo soziale, nichtfamiliäre, Interessen als Ergebnis der verschiedenen Formen der wirtschaftlichen Organisation entstehen; soziale Interessen, deren inhärente Tendenz es ist, Gleichgesinnte zu gruppieren, auf verschiedene Art und Weise zu organisieren und im Ergebnis dessen als soziale Interessen zu fordern, den Konflikt auszutragen."
http://www.oeko-net.de/kommune/kommune10-96/ZZ10NICA.htm



Abgrenzungen und Ausdifferenzierung:

Der Analogieschluß unterstellt mehrere Idealtypen für ein und dieselbe Sache: "Die Signifikanz solcher Gesetze ist ihre Orientierung gegen sonst allgemein verbindliche ethische und soziale Normen. So wäre es genauso abwegig, die Schulpflicht auf einen Idealtyp festzumachen und alle anderen Typen diesem nachzureihen. Die Wehrpflicht schränkt die soziale Entscheidungsfreiheit als Teil einer bildungsmäßigen immer weiter ein."
http://cybergate.cybercafe.co.at/zivildienst/Projekte/ZiviTAG-96-Inhalt.html

Demographische Aspekte in der Geschichte Berns werden in Anlehnung an den Idealtyp von diesem abgehoben, um zu einer differenzierteren Sichtweise zu gelangen:

"Anhand zahlreicher Beispiele wies er nach, dass auch die Bergbewohner über vielfältige, den regionalen Gegebenheiten angepasste Strategien zur Regulation ihrer Bevölkerung verfügten, die sich nicht in einem einzigen Idealtyp zusammenfassen lassen(285). 3.4.1 Überlegungen zu den Triebkräften des demographischen Übergangs Im folgenden soll zunächst herausgestellt werden, inwieweit die Entwicklung im Kanton Bern dem idealtypischen Verlauf des Übergangs folgt, wie ihn die Theorie zeichnet und wie sich die bekannten Erklärungen mit den vorliegenden Ergebnissen vereinbaren lassen. Bei der «Theorie» des Übergangs handelt es sich um ein nach dem Zweiten Weltkrieg von nordamerikanischen Demographen entwickeltes Konzept, das nirgends in allgemein anerkannter Form niedergelegt ist. Im Kern enthält es eine idealtypische Beschreibung des historischen Vorgangs in den westlichen Industrieländern und eine Erklärung dieses Wandels, wobei die Zusammenhänge zwischen der
demographischen und der sozioökonomischen Entwicklung im Vordergrund stehen."
http://biblio.unibe.ch/extern/hv/gkb/iv/kap3.html

Auszug aus einer Liste der Veröffentlichungen con Univ.-Prof. Mag. Dr. Josef Thonhauser`s:

"So sind wir. Sind wir so? Typ, Idealtyp, Stereotyp. In: Albert G. ABSENGER (Hrsg.): 1000 Jahre - Was an Österreich ist österreichisch? Wien: Pädagogisches Institut des Bundes Eigenverlag, 1997, 9 - 20 87" http://www.sbg.ac.at/erz/people/thonh.htm

In einer grundsätzlichen Diskussion über positives Recht bzw. Naturrecht stellt der deutsche Verfassungsrichter Paul Kirchhof dem (demokratischen) Souverän das einzelne Individuum gegenüber. Die Ambivalenz liegt im Optimismus gegenüber der Veränderung und im Pessimismus der Beharrung: "Jeder muss zu individueller Initiative bereit sein. Er muss in einer Demokratie einen eigenen, noch nicht ausgetretenen Pfad gehen wollen. Das ist der Idealtyp - die Wirklichkeit sieht anders aus, ich bin da bescheiden." http://ruprecht.fsk.uni-heidelberg.de/ausgaben/33/inter.txt

 

Idealtypisches

Die korrekte Anwendung des Begriffes Idealtyp zeigt sich hier in der Bezugnahme auf Prinzipen, Organisationen als auch gegenüber Individuen sowie Dingen. Neben der `wissenschaftspragmatischen’ Verwendung erscheint die Tatsache von Relevanz, daß Argumentationen entlang des Idealtyps nicht der Wissenschaft vorbehalten bleiben, sondern für alltägliche Interaktionen den Akteuren zum Verhandeln dienen: Bei der Untersuchung von Routineprojekten auf die Bedeutung von rechtsverbindlichen Bauplänen wird der Idealtyp als real existierende Vorstellung in den individuellen Vorstellungen angesprochen:

"Der Idealtyp des verbindlichen Planes ist zählebig. Beweise der Ineffizienz solcher Pläne werden zur Seite geschoben. Selbst wo das Gesetz, wie meistens auf höheren Planebenen der Fall ist, keine verbindlichen Pläne vorsieht, schleicht sich der Gedanke der Verbindlichkeit bei der Hintertür herein."
http://www.frw.uva.nl/rei/ame/faludi/dortm95.htm

Die Dissertation setzt sich mit dem Vergleich von Virtuellen Unternehmen und jenen konventioneller Art
auseinander; der Idealtyp bezieht sich auf den klassischen Anwendungsfall der hierarchischen Bürokratie,
welche in den Brennpunktgestellt wird: "Auch in Fallstudien wird oftmals mit der Auflösung bestehender Institutionen argumentiert: „Traditional status cues such as square footage, corner offices and various grades of furniture are eliminated." Damit solche Betrachtungen verständlich werden, brauchen sie eine Referenzgrösse. Meistens ist dies implizit der Fall und wird durch den Idealtyp der Hierarchie dargestellt. Es wird also davon ausgegangen, dass
eine Veränderung vom integrierten Unternehmen hin zum Quasi-Unternehmen stattgefunden hat. In sozialen Systemen sind dazu auslösende und treibende Kräfte erforderlich ..." http://imiwi.unibe.ch/IM/forschung/studien.html

Um Verständigungsschwierigkeiten zwischen wissenschaftlichen Theorien der internationalen Beziehungen herauszuarbeiten, wird auf die problematische Statik des Idealtyps bei Realanwendung hingewiesen:
"A multifaceted view of the units is here necessary : "das zugrundgelegte Verständnis vom Staat scheint häufig von einem statischen Idealtyp der Staatsrechtslehre des 19JH geprägt. Zumindest implizit wird von dem Bild eines geschlossenen, nationalen und parlamentarischen Verfassungsstaats ausgegangen ... der sich gegen supranationale Tendenzen wehrt" (Wessels, 1992 : 39)." http://www.ecsanet.org/conferences/1j.htm

Bei einer (historischen) Betrachtungsweise der Irischen Verfassung wird deren Zustandekommen aus zwei Blickwinkel erklärt: Ob die Irische Verfassung aus dem Volk kommend oder autoritär entwickelt wird und wurde, wird idealtypisch erläutert:

"Der Populismus (in seiner Reinform) verlangt Verantwortlichkeit, d. h. das Recht des souveränen Volkes, die Maßnahmen seiner Vertreter in regelmäßigen Abständen mittels Wahlen zu bestätigen oder zu mißbilligen, während der Papalismus (ebenfalls als Idealtyp) eine solche Beschränkung der Mächtigen nicht kennt - die Mitglieder der Curia werden nicht gewählt, sondern von den Mächtigen selbst bestimmt; gegen sie besteht keine effektive Sanktionsmöglichkeit." http://www.uni-wuerzburg.de/law/ei00m___.html

In der Darstellung von demokratischen Denkern aus 5 Jahrhunderten findet der Idealtyp seine abstrakte Anwendung:

"Er ging davon aus, daß ein Staat zuerst fest gegründet sein müsse, bevor er in eine Republik umgewandelt werden könne; diese Festigung aber wäre die Aufgabe eines Einzigen, eines Fürsten, wie er es in "Der Fürst" idealtypisch bei Machiavelli Nicolo Machiavelli, 1469 in Florenz geboren und 1527 dort gestorben, entstammt dem Florentiner Beamtentum. ... manche seiner sozialwissenschaftlichen Begriffe (z.B. "Idealtyp" ) werden immer noch verwendet, und wer sich mit Fragen der Machtausübung beschäftigt, wird an Max Webers Modell der 3 Typen von Herrschaft(traditional legitimierter,charismatischer und legaler Herrschaft) - nicht vorbei können." http://www.brg-wrn.ac.at/d/brgler/ausgabe5_96/text_demokratie_denken.html

Die Probleme einer als Idealtyp gesehenen Demokratie:

"Zu diesem Prozeß gehört die Chance zur Revision einmal getroffener Entscheidungen und auch die periodische Meta-Reflexion über Funktionstüchtigkeit und Legitimationsbasis des politischen Körpers. Diesem Idealtyp hat die Wirklichkeit demokratischer Gesellschaften noch nie entsprochen." http://www.boo.de/octosurf/macht2.htm

In einem Literaturauszug zur Rolle des Militärs in Zentralafrika zeichnet der Idealtyp einen anzustrebenden Zustand vor: "Trotz einiger erzielter Fortschritte bei der Befriedung sind die Länder Zentralamerikas vom Idealtyp der
bürgerlichen Gesellschaften mit demokratisch kontrolliertem Gewaltmonopol und pazifizierten Formen des
Konfliktaustrags noch weit entfernt." http://www.rrz.uni-hamburg.de/IIK/publikat/arbunter.htm

Aus einer Literaturliste:

"Ökonomische Kernprobleme in Deutschland. Band 1: Soziale Marktwirtschaft. Grundlagen und Aufgaben. Stuttgart/Dresden: Klett (330.943 T1220). Kapitel 3: Die Marktwirtschaft (als Idealtyp) (S.62-80)" http://www.hkbu.edu.hk/~europe/1alit.htm

Eine Differenzierung zwischen Idealtyp und Modell; Auszug aus einem Vorlesungsverzeichnis:

"Grundzüge der Wirtschaftspolitik: Soziale Marktwirtschaft: Idealtyp oder Modell - Wirtschaftspolitisches Konzept, Wirtschaftsordnung und Wirtschaftssystem" http://www.wiwi.uni-frankfurt.de/Professoren/ritter/veranstalt/ss97/wipol/vorl/f1_0618.htm

Die Vorstellung von Forschungsvorhaben hebt auf die Differenzierung von Arbeitsverhältnissen ab:

"Seit den 80er Jahren gewinnen vom Idealtyp des "Normalarbeitsverhältnisses" abweichende Beschäftigungsverhältnisse zunehmend an Bedeutung. Neben der konventionellen Form einer ganzjährigen, auf Kontinuität und Vollzeit angelegten, abhängigen Erwerbstätigkeit haben sich eine ganze Reihe verschiedener atypischer Beschäftigungsverhältnisse herausgebildet, die auf der betrieblichen Ebene ein erhebliches Flexibilitätspotential darstellen." http://www.iwh.uni-halle.de/arbm/jko/orgaeink.htm

Um im internationalen Vergleich (von Normen erzeugenden Umweltregulativen) eine Verständigung zu erzielen / ermöglichen:

"While details are bound to differ from case to case, a basic uniform pattern is evident which may be reduced to an over simplified prototype (or Idealtyp, in Max Weber's terms) along the following lines: 1.Environmental standards ("eco standards") ... 2.Licences ("eco permits") ... 3.Periodic reviews ("eco audits")" http://www.jura.uni-muenchen.de/tel/materials/creation.html

Im Vergleich und in der Kritik von Hochschulreformen wird eine idealtypische Positionierung von Gesellschaftsmitgliedern innerhalb der (realen?) rationalen Bürokratie aufgezeigt:

"Die Arbeit in den Instituten wird sehr effektiv und produktorientiert erledigt. Entscheidungen und Handlungen sind durch Verordnungen und Bestimmungen geregelt. Konzeptionen und Arbeitspläne werden von Vorgesetzten ausgegeben. Eine Spezialisierung der Mitarbeiter ist ausdrücklich gewünscht. Der Idealtyp des Mittelbauangehörigen ist der persönliche Beziehungen und Gefühle meidende, rational denkende, sich auf seine speziellen Aufgaben beschränkende Mitarbeiter." http://www.ssw-sh.de/deutsch/IBrief/hoch.htm

In einer kurzen Vorstellung des von dem Historiker Richard Breitmann geschriebenen Buches ‘Himmler und die Vernichtung der europäischen Juden’ wird der ‘nordischen Idealtyp’ als bekannt vorausgesetzt:

"Die Bewerber für SS-Posten wurden dem "nordischen Idealtyp" entsprechend selektiert." http://www.uni-bamberg.de/~ba34sr01/Fachschaften/ggeo/geschichtsschreiber/scriptor/neuest5.htm

Die freie Rede einer Parlamentsdiskussion zeigt die Problematik, einerseits sich vom Idealtyp distanzieren zu müssen, andererseits diesen dennoch in der Realität anzustreben:

"Wir reden heute von einer Schule, die kein Trümmerhaufen ist, so wie Sie das darstellen, wir reden freilich auch nicht von einer Schule, die einen Idealtyp darstellt. Das gibt es nirgends. Keine Partei kann sich in der Schulpolitik so verwirklichen, daß sie sagen kann: Das ist unsere Schule."
http://www.parlinkom.gv.at/pd/pm/XX/NRSP/NRSP_077/077_146.html

Verwendung des Begriffes, um die Bedeutung der ‘Wortsprache’ hervorzuheben:

"Da ferner sogar Kompensationsprozesse wortbezogen ablaufen, steht das Deutsche dem Idealtyp der Wortsprache ziemlich nahe." http://www.coli.uni-sb.de/~fs-coli/procs/dufter.html

Ein praktisches Anwendungsbeispiel aus der Entstehungsgeschichte österreichischer Burgen:

"Der Idealtyp einer Burg um 1100 war ein oft turmartig überhöhtes "festes Haus" und eine Kapelle, beides mit einer Mauer (Bering) umgeben." http://www.aeiou.at/aeiou.encyclop.b/b948093.htm;internal&sk=ROBOT


Kreativität und Kreationen


Die teilweise unkonventionelle Anwendung bringt die Statik des Idealtyps etwas zum wanken. Um neue Ideen
herauszuarbeiten, Individualität zu zeigen oder sich in einer (post)modernen Sprache zu artikulieren wird der Idealtyp entsprechend adaptiert: Überlegungen zu einem Telekommunikationsprojekt (Englisch via E-mail) sprechen die möglichen Problemata der Realität an; der Idealtyp wird als Gegenüberdarstellung verwendet:

"Dennoch kann, wie die o.g. Statistik von Austin/Mendlik zeigt, in einem Projekt nie ganz vermieden werden, daß einzelne Schüler auf der momentanen Leistungsstufe stehenbleiben: Hier Lösungswege zu finden dürfte ein interessanter Bereich für zukünftige Forschungsarbeiten sein. Deshalb sollte das Maß der Autonomie, die die Schüler erfahren, neben ihrem Alter, der sprachlichen Leistungsfähigkeit und ihren Vorerfahrungen mit der Projektmethode immer auch individuell an der Klasse gemessen werden - oft wird man den Idealtyp des selbstbestimmt handelnden Lerners nicht vorfinden." http://stud-www.uni-marburg.de/~Hutzler/haemail.htm

Politische Strukturen anhand eines idealtypischen Modelles vergleichen:

"Eine noch weit stärkere Betonung der Regionen als zentrale politische Einheit findet sich bei den grünen Parteien der drei untersuchten Mitgliedstaaten, wobei bemerkenswert ist, daß das Europaleitbild der französischen Grünen trotz dieser verstärkt dezentralen Orientierung staatlich geprägt ist: Les Verts streben eine bundesstaatliche Organisation an. Dagegen entspricht das Leitbild der deutschen Grünen und der britischen Green Party unserem Netzwerk-Idealtyp." http://userpage.fu-berlin.de/~jfuchs/current/eule.htm

Ein humorvoller ‘Psychotest’ in einer Zeitschrift der Fachschaft Jura:

"Typ IV (181 bis 240 Punkte): 'Chamäleon' Sie sind der Idealtyp eines Professors. Genie und Schelm zugleich! Ihre Studierenden kennen Sie nur vom Hörensagen. Ihre Indifferenz der Lehre gegenüber ist schon so perfektioniert, daß es keiner merkt." http://fsjura00.jura.uni-sb.de/Njus/Njus13/Njus13.htm

In einer kritischen Auseinandersetzung mit den Veränderungen von Arbeitsprozessen steht eine Berufssparte doppelsinnig für ein als idealtypisch gedachtes Prinzip:

"Es sind dies die Teilzeitspringer, die eingestellt werden, um in hoch radioaktiven Bereichen das volle Quantum Radioaktivität (das von einem regulären Arbeiter in einem Jahr absorbiert wird) in wenigen Minuten abzubekommen. Sie holen sich ihre 100 Dollars, nachdem sie ein Ventil zugedreht haben und verschwinden, vielleicht um in einigen Monaten zurückzukehren, vielleicht um in zehn Jahren einen verdächtigen Muskelknoten zu entdecken. Der Springer ist eine Extremfigur, ein Idealtyp; doch sicher hat die Ausbreitung von chemischen und radioaktiven Abfalllagerstätten überall im Land kleine Springer aus uns gemacht." http://www.anarchie.de/reag_h.html

Im Zuge der Vergangenheitsbewältigung werden historische Strategien idealtypisch dargestellt:

"Ist auch die Legende von der "sauberen Wehrmacht" inzwischen zerbröselt, weil der Mythos vom "besten Soldaten der Welt" durch Feldpostbriefe und Amateurfotografien unhaltbar wurde, weil Wehrmachtssoldaten in Verbänden Zivilpersonen ermordet haben ... der Idealtyp des Überwinders kehrte seither in allen erdenklichen Varianten wieder." http://www.kunstnetz.com/dialog/beitraege/beitrag01.html

In der Ankündigung eines Theaterstückes wird die Besetzung idealtypisch dargestellt; die Kunst , den Idealtyp in der Realität erscheinen zu lassen: "La Belle ist der Idealtyp der "liebenden Tochter". Selbstlos ist sie allein am Wohl ihres Vaters interessiert." http://www.bergnetz.de/omm/veranstaltungen/musiktheater/GE-la-belle-et-la-bete.html

Um die Abstraktheit physikalischer Gesetze anwendungsbezogen auf den Punkt zu bringen:

"Doch als man die Leuchtmonster Quasare entdeckte hatte man geeignete Lichtquellen für den Linseneffekt gefunden. Hell wie ganze Galaxien, aber klein wie Planetensysteme stellten sie in ihren typischen (kosmologischen) Entfernungen von Milliarden Lichtjahren den Idealtyp einer Punktlichtquelle dar." http://www.tu-harburg.de/rzt/rzt/ts/ctgral/node1.html

In einer sozialwissenschaftlichen Betrachtung der Sozialstruktur in Dörfern Malis, werden dem unbeweglichen Idealtyp die räumlichen und zeitlichen Veränderungen der Gesellschaft gegenübergestellt:

"Zwar ist das adat (an anderer Stelle: Frei übersetzt kann adat als Tradition, Sitte oder Brauchtum wiedergegeben werden. d. V.) fest mit dem Glauben verknüpft und beinhaltet im Idealtyp fixierte Handlungs- und Verhaltensgrundsätze, doch ist es in der Realität nicht statisch, sondern räumlichen und zeitlichen Änderungen unterworfen." http://131.188.223.66/06soz.htm

In der Präsentation einer fiktiven Zeitung finden idealtypische Vorstellungen über deren Organisation ihren
Ausdruck:

"Die Redaktion, gegliedert in Gesamtredaktion mit der Lehrkraft als Chefredakteur und Filialredaktionen
der Schüler, ist der praxisbezogene Idealtyp eines Teams." http://www.faust.fr.bw.schule.de/geschichte/didaktik.htm

Hier fällt der Idealtyp mit einem anzustrebenden Idealbild zusammen; in Zusammenhang mit Sucht scheint auch die Differenzierung zum Realtyp erschwert:

"Das Erkennen der Funktion der Sucht und deren selektive Wertschätzung in unserer Gesellschaft wird den Abstimmungskampf um die Initiativen "Droleg" und "Jugend ohne Drogen" entscheidend mitbestimmen. Zunehmend offensichtlich wird, dass unsere produktionsgetrimmte industrielle Leistungsgesellschaft auf unserer Sucht aufbaut. Der Workaholic mausert sich dabei zum Idealtyp der Süchtigen." http://www.dynamislink.ch/idea/97/2297.html

Unpragmatisch wird der Idealtyp in die Zukunft extrapoliert:

"Er wird sich daran die Hände nicht mehr schmutzig machen. Der moderne Fahrradhändler verkörpert aus Sicht der Dienstleister bereits den Idealtyp der Zukunft. Er läßt den Kunden schuften und nennt es Service. Fragen Sie nicht, was ich für Sie tun kann, lautet seine Devise. Fragen Sie lieber, was Sie für Ihren Dienstleister tun können." http://www.sonntagsblatt.de/1997/45/45-s7.htm

Aus dem Vortrag über ein Forschungsprojekt mit dem Thema ‘Gemeindestrukturbildung bei türkischstämmigen MigrantInnen in Hannover’ ein Fallbeispiel. Es stellt sich hier die Frage nach einer gelungenen Integration in die Gesellschaft, die als idealtypisch möglich gedacht wird:

"... auch er wollte, wie all die anderen, nach Erreichen eines klar terminierten Ziels in die Türkei zurückkehren. Tatsächlich aber ist er nunmehr 20 Jahre geblieben, hat eine Einheimische geheiratet, zwei Kinder bekommen, ein Haus gekauft und sich vor einigen Jahren schließlich selbständig gemacht. Wenn man so will, repräsentiert Herr A. einen Idealtyp von gelungener Integration in diese Gesellschaft: im Berufsleben ist er eine von Kollegen wie Kunden respektierte Autorität, wobei die meisten seiner Kunden Einheimische sind. Seine Aufgeschlossenheit gegenüber der hiesigen Mehrheitsgesellschaft demonstrierte Herr A. von Anfang an, indem er zum einen zielstrebig in entsprechenden Kursen Deutsch lernte, zum anderen Anschluß bei einheimischen Kollegen suchte und nicht zuletzt eine dieser einheimischen Kolleginnen auch heiratete. Im letzten Jahr schließlich hat sich Herr A. einbürgern lassen."
http://www.unics.uni-hannover.de/nhrkbehr/vortrag1.html

In der Darstellung eines Theaterstückes findet der Idealtyp im Realtyp künstlerischen Ausdruck und vice versa; handwerklich (an)gespielt wird mit der idealtypischen Darstellung von Personen auf Assotiationen des Publikums:

"Somit wäre van Dort für eine ethnologische Studie vielleicht uninteressant oder im Sinne des Modells der modernen Gesellschaft idealtypisch assimiliert, bestände nicht das von ihr geschaffene alter ego der Tante Lien und deren Bedeutung für ihr Berufsleben, ihre künstlerische Aktivität. Tante Lien trägt deutlich die Züge des idealtypischen Indo. Altersmäßig "um die 5558", ist sie braun geschminkt als Nachkomme einer interethnischen Verbindung erkennbar. Das Haar ist angegraut, zu einem Knoten zurückgekämmt. Tante Lien ist eine Überzeichnung (Karikatur) nicht insofern, als daß sie eine Witzfigur ist, sondern in dem Sinn, daß in ihr die von van Dort wahrgenommenen Elemente indischer Kultur in einem Idealtyp akkumuliert und stark vergrößert dargestellt werden. So ist es auch nicht unlogisch, daß Robert Kreis, dessen Rolle im Verlauf des ersten Blocks immer devianter wird, weil er zunehmend in den Vordergrund gerät, im Block II nicht mehr auftritt. Zwar ist er unbestritten indisch, aber die ihm dadurch zufallende eher passiv-zurückhaltende Rolle deckt sich nicht mehr mit seiner künstlerischen Vision und Aktivität. So fällt er, wiewohl geeignet, um das Bild des Indischen Nederlander positiv nach außen zu erweitern, einem idealtypisierten, modellhaften Konzept zum Opfer. Betroffene tendieren dahin, die eigene Situation mit der Darstellung zu vergleichen. Da diese notgedrungen "offen" genug sein muß, um für viele Menschen Identifikationsmöglichkeiten zu bieten, werden, je nach Grad der Abweichung zwischen individueller Situation und idealtypisierter Darstellung, Vergleiche mit dem subjektiven Kontext gezogen, die dann in dem Maß, in dem sie für den Einzelnen problembehaftet sind, mehr oder weniger kritisch hinsichtlich ihrer Konfliktladung für das jeweilige Individuum beurteilt werden. Betroffene tendieren dahin, die eigene Situation mit der Darstellung zu vergleichen. Da diese notgedrungen "offen" genug sein muß, um für viele Menschen Identifikationsmöglichkeiten zu bieten, werden, je nach Grad der Abweichung zwischen individueller Situation und idealtypisierter Darstellung, Vergleiche mit dem subjektiven Kontext gezogen, die dann in dem Maß, in dem sie für den Einzelnen problembehaftet sind, mehr oder weniger kritisch hinsichtlich ihrer Konfliktladung für das jeweilige Individuum beurteilt werden. Es tritt der "Tegtmeier-Effekt" ein, d.h. eine komplexe Darstellung wird vom Insider (im Falle des idealtypischen "Kumpels von der Ruhr", ein Bewohner des Ruhrgebietes) nur noch hinsichtlich der Kongruenz von Details zwischen Darstellung und der von ihm erfahrenen Realität überprüft, und nicht mehr im Hinblick auf die Stimmigkeit des Gesamtbildes. Ziele der Analyse sind im Prinzip dann Aussagen über den Kommunikator, die Situation oder den Rezipienten. Für die Analyse des Textes sind, den Grundsätzen der Semiotik folgend, die Ebenen der Syntaktik, Semantik und Pragmatik zu unterscheiden, d.h. die Ebene der "Zeichen als solchen und ihren Darstellungsmöglichkeiten"; die Ebene der Beziehungen zwischen den Zeichen und dem Bezeichneten, und die Ebene der Beziehung zwischen Zeichen und Benutzern (Merten l983:61), Kombinationen dieser Idealtypen sind möglich (Merten l983:118; siehe auch p. 120: auf einer 3 x 6 Matrix sind hier 20 Verfahren aufgeführt). Visuelle und akustische Ebene spielen gleichberechtigt mit: Eine Figur wie der idealtypische und damit reduzierte Klempner Piet, gibt auf beiden Ebenen Indikatoren für diese Kategorie: Er ist äußerlich als Außenstehender durch Kleidung und Hautfarbe erkennbar, sprachlich durch seinen deftigen Dialekt." http://lucy.ukc.ac.uk/lien/lienchapter3_2.html

Auf der Suche nach einer Programmiersprache mit deren Hilfe sich Softwareprobleme lösen lassen, wird durch die Erhebung eines realen Objektes zum Idealtyp jenes präferiert:

"C++ schleppt durch seine Verträglichkeit mit C einen gewissen Ballast mit, dessen Verwendung alle objektorientierten Konzepte zunichte machen kann, daher wird in diesem Kurs nur der Ausschnitt von C++ dargestellt, der in etwa Eiffel als vorläufigem Idealtyp einer objektorientierten Sprache entspricht." http://www.informatik.th-darmstadt.de/PI/SE94-95/Skript/einf/einf.html


Stereotypen


Nicht nur alltagssprachlich gerät der Idealtyp in den Bereich eines Gemeinplatzes. Eine gewisse Willkür ergibt sich bei Mißachtung des historischen Wandels (z. B. Mode), aber vor allem dann, wenn Ideologisches zum Idealtyp erklärt wird: Die Filmkritik (Männerpension) läßt Klischee und Idealtyp zusammenfallen:

"Da ist aber auch Maren (Heike Makatsch), die nur zufällig dem schüchternen, aber zu Ausfällen neigenden Hammer-Gerd begegnet. Sie ist der Idealtyp der blonden Kombination aus Sex-Appeal, Naivität und Anlehnungsbedürfnis. Aber auch in dieser Überzeichnung liegt keine Schwere, ..." http://www.dimos.de/arte/programm/f/kritik/mannerpe.htm

Werbung im internationalen Vergleich zeigt den Idealtyp dem Klischee nahe:

"Das Motto war: "Wenn der Frau der Kimono steht, entspricht sie dem "Idealtyp." Darüber hinaus war die Formung des Nackens sowie die Ausrichtung der Augen und der Augenbrauen wichtig, auch sexistische Werbung in den Zeitschriften zu finden ist ("Ich hab' eine geile Freundin und ein geiles Auto."), durch Ausländer in der Werbung einerseits Eigenschaften dargestellt werden, die als erstrebenswert gelten, und andererseits daß durch Ausländer eine Abgrenzung zur eigenen Kultur stattfindet, die die eigene als die beste hervorhebt , wenig multikulturelle Werbung vorhanden ist, keine Tabuthemen berührt werden, die Seiten er Zeitschriften meistens völlig überladen sind ." http://www.uni-duisburg.de/Seminare/OAWI/DJ50/2/results.htm

In der Rezension eines Science-fiction Romans findet der Idealtyp Anwendung auf einen der Hauptdarsteller:

"Er hat um den Posten auf DS9 gebeten, weil er glaubt, hier seinen ungestuemen Tatendrang am besten kompensieren zu koennen. O'Brien stellt fuer Bashir den Idealtyp eines Starfleet-Offiziers dar, weshalb er staendigen Kontakt zu O'Brien sucht, der jedoch vom Verhalten des jungen Arztes eher genervt ist."

http://www.saarnet.de/startrek/ds9/ds9perso.htm

http://www.area51.ipfb.net/startrek/ds9perso.htm

In der Auseinandersetzung mit dem Konkurrenzdenken in der Wissenschaft wird ein neuer Idealtyp gesichtet. Im zweiten Beitrag, welcher die kapitalistischen Prinzipien von Glaubensgemeinschaften beleuchtet, entspricht der Idealtyp einem überzeugen wollenden Wunschdenken:

"Fiele dieser Zwang zum Gehorsamserfolg weg, wäre angesichts des Gegenstandes allen Forschens wohl eher Kooperation die Regel des Umganges miteinander als Konkurrenz, denn daß hier im Grund jeder auf jeden angewiesen ist, hat sich als Einsicht längst durchgesetzt - mit einigen wenigen Ausnahmen unter denen die deutsche Akademie wohl die unrühmlichste ist. Es gibt ihn noch und es gibt ihn hier am häufigsten, den verbohrten, an seinem Sessel klebenden Akademiker - aber er ist nicht länger der Idealtyp des Gelehrten. ... Die Zeugen Jehovas werben für ihr reichlich trockenes Produkt dann sinnfällig mit Seriosität, worunter sie das Auftreten geschniegelter Versicherungsvertreter verstehen - symptomatisch für ihre kulturelle Eingebundenheit ins amerikanische Business und in die Mentalität der Ostküstenstaaten. Das hübsche virginische Ranchhaus im idyllischen Garten ist ihre Vorstellung einer menschenwürdigen Existenz und der Mann in Jeans und mit der Axt, die lächelnde Dame mit dem Kleid aus einem braven Mittelklassekaufhaus die Idealtypen des Menschen im Paradies." http://www.aggnosis.de/erben.htm

Idealistische Motivationen (ritualisierte Sozialisationen mit definierten Inhalten) werden durch die stilistische Darstellung als Idealtypen herausgestellt:

"Inwieweit die Spezialsprache in Verbindung mit dem "commentisierten" und ritualisierten Verhalten zu dem jetzigen Stereotyp des CV in der Öffentlichkeit beigetragen hat, kann ich leider nicht sagen, da die nötigen empirischen Befunde darüber noch nicht erhoben sind. Nach einer etwas idealtypischen Darstellung der Sozialisationsmodelle, die im CV zwar nicht explizit aber implizit vertreten werden, sei der Weg eines CVers von der Werbung, bei der natürlich dem Verbandsimage große Bedeutung zukommt, bis zur Trauerkneipe, die im CV zur Ehre der Toten geschlagen wird, in zum Teil phänomenologischer Art dargestellt. ... Ritualien, Ritualismus oder ritualistische Sozialisation auf der einen Seite, argumentatorische vereint mit künstlerischer (Ritual) Erziehung auf der anderen Seite, ist die Benennung dieser Idealtypen. ... Ritualistische und argumentatorisch-künstlerische Erziehung Diese beiden Idealtypen bestimmen mehr oder weniger die Sozialisationsvorgänge in den CV-Verbindungen und natürlich auch in anderen Gruppen." http://www.uni-klu.ac.at/groups/ipg/publ/pgk/cv/sozial

Unter ethischen Gesichtspunkten wird dem Zusammenspiel von Darwinismus und Moral nachgegangen. Dabei wird das statische Moment des Idealtyps, der in sich eine Mutation logisch ausschließt, übersprungen:

"... wird gut und gesund mit angepaßt gleichgesetzt, und alles, das unangepaßt (nicht der Fortpflanzung der Art dient) ist eine zufällige Mutation, die von der Selektion wieder herausselegiert wird. Es gibt also einen Idealtyp jeder Art, der zur Norm erhoben wird. Dieses Denken wird auch auf den Menschen übertragen. So sind für Lorenz Homosexuelle eine Abweichung der Norm ..."

http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at:4711/JUGENDPSYCH/JUGENDPSYCHTEXTE/JECHT/Jecht.html

http://www.uni-sb.de/philfak/fb6/krause/elisa3.htm

In einer Beschreibung des Lebenslaufs von Hans Scholl (Mitglied und Gründer der ‘Weißen Rose’, einer deutschen Widerstandsgruppe während des zweiten Weltkriegs) über dessen vorübergehende Mitgliedschaft bei der Hitlerjugend:

"Hans entsprach dem nationalsozialistischen Idealtyp und war ein begeistertes Mitglied der Hitler Jugend." http://www.online.de/home/hoppe/scholl.htm

Zur Bestimmung eines Gemäldes:

"Foto: Landesbibliothek - Vorgeschichte: Kinder mit Stahlhelm empfangen Reichspräsident von Hindenburg, wahrscheinlich anläßlich der Einweihung des Hindenburg-Dammes 10. Juni 1927 (Bild, ~ 33 kB) Abbildung aus: Nationalsozialismus in Lübeck, S. 86 - Idealtyp "Deutsche Jugend", Ölgemälde des (wichtigen) Lübecker Malers Heinrich Eduard Linde-Walther" http://www.shz.de/archiv/html/story210298_quellen.html

Literaturangabe aus der ‘Interdisziplinäre Halbjahresschrift zur Erforschung des 18. Jahrhunderts und seiner Wirkungsgeschichte’:

"Birtsch (Hg.): Der Idealtyp des aufgeklärten Herrschers" http://ourworld.compuserve.com/homepages/Meiner/ueber.htm

Eine humorvoll - ironische Transformation eines Typs Mensch zum Idealtyp:

"Der Motivator Der Idealtyp eines Vorgesetzten (oder Team-Kollegen). Erkennt intuitiv die Begabungen und Neigungen seiner Mitmenschen und bestärkt sie darin, diese zum Wohle des Ganzen optimal einzusetzen. Obwohl selbst vielbeschäftigt, hat er doch ab und an Zeit für ein paar freundliche Worte: zur rechten Zeit und am rechten Ort." http://staff-www.uni-marburg.de/~naeser/pr03.htm


Individuum als Idealtyp


Die herausragenden Eigenschaften eines einzelnen Menschen / einer Sache werden dem Idealtyp vorangestellt. Diese Art von Orientierung an der Realität streicht zwar das Besondere des jeweiligen Idealtyps heraus, führt jedoch andererseits durch die immanente Verallgemeinerung auch zu einem Persönlichkeitsverlust. Das Hineinversetzen in den Realtyp scheint eine Vorstellung von vielzähliger Repräsentanz zu generieren: In der Kritik eines Rockkonzertes wird der Einfluß eines Mannes auf die Musikgeschichte zum Idealtyp stilisiert:

"In den 70er Jahren wurde Jackson Browne zum definitiven Sänger/Songschreiber, Idealtyp einer ganzen Musikrichtung, die persönliche Texte mit angenehm zurückgelehnter, virtuos gespielter Rockmusik verbindet." http://www.mabi.de/~marsch/rp/rn17.html

In Anlehnung an Krauses Ideologie - Philosophie findet der Mensch als Idealtyp Entsprechung:

"Im Kap. 2.2 Besonderheiten der Psychologie in Spanien im 19. Jahrhundert wurde bereits auf die besondere Verbindung von Psychologie und Pädagogik hingewiesen und der Einfluß Krauseschen Gedankenguts deutlich gemacht. Der Idealtyp eines durch diese idealistische Philosophie geformten Menschen wird durch Augusto Miquis repräsentiert: intelligent, humorvoll, vielfältig begabt; dennoch bescheiden, fleißig und Herr seiner Leidenschaften." http://www.uni-mainz.de/~greif000/haus/galdos.html

Anläßlich der Verleihung eines Landeskulturpreises für Wissenschaften bringt es die Heraushebung des (idealtypischen) Forschers als Vermittler mit sich, daß die zu vermittelnden Welten ebenfalls idealtypisch erscheinen:

"... indem er Vermittler ist zwischen der reinen Wissenschaft und den Menschen draußen in der Welt. Franz Speta erscheint nahezu als der Idealtyp des Forschers, der seine Fachwissenschaft höchst professionell betreibt, aber dabei die Tore seines wohlausgestatteten Elfenbeinturms weit aufmacht für jeden, der kommen will, um über Biologie mehr und Neues zu erfahren." http://www.ooe.gv.at/Kultber/folge12/seite9.htm

In der Lebensbeschreibung eines Historikers findet sich die schmeichelhafte Anwendung des Idealtyps zur Steigerung des Ansehens der Person:

"Marcks, der gerade während seiner Berliner Zeit die höchsten Auszeichnungen und Ehrungen der Historikerzunft erhielt (so wurde er 1922 (gemeinsam mit dem engen Weggefährten Friedrich Meinecke!) zum Historiographen des Preußischen Staates ernannt, war daneben Mitglied in der preußischen Akademie der Wissenschaften und außerdem seit 1923 Präsident der Historischen Kommission der Bayerischen Akademie der Wissenschaften sowie bereits seit 1910 Mitherausgeber der „Historischen Zeitschrift"), kann insofern geradezu als Idealtyp des deutschen „Mandarins" (chinesischer Würdenträger, ‘Ratgeber eines Fürsten’, d. V.) gelten." http://www.geschichte.hu-berlin.de/ifg/galerie/texte/marcks.htm

Der Beitrag zur Porsche Renngeschichte zeigt eine Anwendung des Idealtyps auf einen minimalen Bereich:

"Jacky Ickx (Weltmeister mit Porsche 1982/83) und Jochen Mass hatten ihre Formel-1-Karriere hinter sich, als sie zu Porsche kamen. Wie Derek Bell (Weltmeister mit Porsche 1985/86) repräsentierten sie den Idealtyp des perfekten Langstreckenpiloten." http://www.tourenwagen-magazin.de/sportwagen5.htm

In der epochalen, verdinglichten Anwendung leidet der Idealtyp unter Vergänglichkeit:

"Die auf einem ehemaligen Exerzierplatz angelegte, ursprünglich 150 ha große Merheimer Heide In Köln-Höhenberg wird im Osten von der Autobahn A 3 und im Westen vom Höhenberger Ring begrenzt. Auch die Merheimer Heide entsprach dem Idealtyp des Volkparks, wie man ihn in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts in Köln schätzte." http://www.koeln-digital.de/parks/merheimer-heide.htm

Die Nacherzählung bringt den Idealtyp mit ethischen Werten in Verbindung:

"In anderen Folgen (z. B. rätselhafte Bilder) ist von einer Hacienda keine Rede mehr. Außerdem Diego Alvaro als Idealtyp des großen Bruders ("Nein, er kämpft weiter! Und keiner mischt sich ein!!!) - Wir lernen, was passiert, "wenn in Kalifornien der Busch brennt"." http://santana.uni-muenster.de/rockybeach/ddf/23.html

In einer Würdigungsschrift eines Vertreters des Lehrerstande wird dieser anhand eine Person idealtypifiziert:

"1909 verschaffte er sich in Kursen am Gewerbelehrerinstitut München das Rüstzeug für den Dienst im Berufsschulwesen. Leidl vertrat den Idealtyp des um die Jahrhundertwende an der Auffüllung seiner Ausbildungslücken schwer ringenden Volksschullehrerstandes." http://www.uni-passau.de/schule/schulen/wspa/ws2402.htm


Der Idealtyp im Wettbewerb


Da in einer kapitalistischen Marktwirtschaft nicht nur die Sache für sich spricht, findet sich hier die Darstellung des
jeweiligen Produktes als Idealtyp um die Marktchancen zu erhöhen. Angesprochen werden Idealvorstellungen von
potentiellen Kunden / Klienten: Aus dem Inhalt einer Zeitschrift über Weinkultur; spezifische Verwendung im Wettbewerb:

"Round-Table-Gespräch: Wieviel Säure ist genug? Rosé, Weißherbst & Co: Auf der Suche nach dem Idealtyp Gutedel: Besser als sein Ruf" http://www.winelife.de/inside/ausgabe497.html

Superlative, um einer Preisverleihung gerecht zu werden:

"Deutsche Spitzenweine: Idealtyp als Maßstab ... Hierbei geht es letztlich um die Frage, ob und inwieweit der einzelne Wein dem Idealtyp seines Gebietes und seiner Rebsorte nahekommt. Dabei ist dieses Ideal gemäß den unterschiedlichen Wachstumsbedingungen oft von Gebiet zu Gebiet verschieden. ... Aufgrund der wachstumsbedingten Vielfalt wird in der Prämierung also nicht nach einem "deutschen Idealtyp", sondern nach einer Serie gebietlicher und sortenmäßiger Idealtypen bewertet." http://www.wippi.com/preist~1.htm

Die Werbung einer Volksbank verlegt den (unterstellten) Idealtyp in die Entscheidungsfreiheit des einzelnen Individuums:

"Sprechen Sie mit Ihrer Beraterin oder Ihrem Berater. Vielleicht ist einer der drei Kontotypen ja Ihr Idealtyp." http://www.volksbank-karlsruhe.de

Im Werbeprospekt fallen Idealtyp und Objekt zusammen:

"Jetzt, in den 90ern, ist die "Constructa viva" aus dem Solo-Programm der Idealtyp von Waschmaschine für die mobile Generation von heute. Klar der Kult der Zukunft." http://www.constructa.de/WIR/B01.HTM

Die Diskussion während eines Schizophrenie-Symposiums zeigt neben der Problematik der Dauermedikation die in die materielle Ebene verlegte Anwendung des Idealtyps:

"Die verschiedenen heute verfügbaren Neuroleptika mit ihrem unterschiedlichen Wirkungsprofil markieren einen großen Fortschritt der modernen Medizin, insbesondere bei der Therapie der Akutsymptome. Wegen diverser Nebenwirkungen kann jedoch keines von ihnen als der Idealtyp eines Wirkstoffs für die Dauermedikation bezeichnet werden." http://blitz.chemie.uni-ulm.de/Ulm/uui/int0995.htm


Zusammenfassung

In der Gesamtbetrachtung fällt überraschender weise der hohe Anteil an wissenschaftlichen und wissenschaftsnahen Texten auf. Da das Internet eine Plattform darstellt, zu der prinzipiell ein offener Zutritt besteht, ist zu vermuten, daß wissenschaftliche Texte vermehrt auch von Nichtwissenschaftlern konsumiert werden; damit wäre auch eine häufigere Auseinandersetzung mit dem Begriff Idealtyp gegeben.
Was alle hier vorliegende Texte gemeinsam betrifft, ist das dynamische Verhandeln der Idee, die hinter dem jeweiligen Idealtyp steht. Bei der differenzierenden Berücksichtigung des sequenzanalytischen bzw. inhaltsanalytischen Ansatzes zeigt sich ein Spektrum von starker Übereinstimmung bis hin zu stark unterschiedlicher Zuordnung. Steht naturgemäß bei der Frequenzanalyse eher das Prinzip im Vordergrund der Betrachtung, so zeigte sich bei der Inhaltsanalyse stärker die spezielle Problematik - in bezug auf den Idealtypus. Daneben tritt die ‘Verwendung von’ dem Idealtyp einerseits bzw. die ‘Diskussion über’ den Idealtyp andererseits durch die Gegenüberstellung der beiden Ansätze deutlich hervor.
Das Internet, als eines der modernsten Medien wirkt durch eine moderne Verwendung auch auf die Sprache ein. Diesen kreativen Kräften ist auch der ‘Idealtyp’ ausgesetzt und bekommt dadurch zusätzliche Bedeutung.


Literatur:


Diekmann Andreas, 1995: Empirische Sozialforschung. Reinbek: Rowohlt

Hitzler Ronald, Horner Anne (Hrsg.), 1997: Sozialwissenschaftliche Hermeneutik.Opladen: Leske +
Budrich

Kluge, 1995: Etymologisches Wörterbuch. Berlin; New York: de Gruyter

Lamnek Siegfried, 1995: Qualitative Sozialforschung. Weinheim: Beltz

Weber Max, 1984: Soziologische Grundbegriffe. Tübingen: Mohr


 

=== Zurück zur Übersicht ===