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Für mehr bäuerlich-autonomes Leben

Kaspanaze Simma im Aurora-Interview
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Die "Autonomie" stärken, heißt für Kaspanaze Simma, zuerst die Potentiale, die
in der Natur, in einem selbst, in den Nachbarn und in der Region stecken,
auszuschöpfen, und erst dann ins Kaufhaus zu gehen.

Von Hermann Maier
(01. 07. 2005)

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Aurora-Magazin: Herr Simma, Sie haben einmal angedeutet, dass Sie ganz gerne in der Politik geblieben wären. Worin sehen Sie die Gründe, dass Sie bei der Landtagswahl 1999 von den Grünen nicht mehr an wählbare Stelle gereiht wurden?

Simma: Wenn ich vordergründigere Erklärungen beiseite schiebe, ja, dann wird wohl ein Grund für mein Ausscheiden bei den Grünen mein stark von bäuerlichem/ autonomem Leben und Wirtschaften geprägter Politikansatz gewesen sein. Meine relativierende Sicht von Erwerbsarbeit, Geldwirtschaft und (Geld-)Wirtschaftswachstum fanden bei den Grünen Funktionären immer weniger Gehör und Zustimmung. Im Nachhinein stellt sich für mich aber ohnehin die Frage, ob die gängige parlamentarische Tagespolitik überhaupt der richtige Ort für das Voranbringen meiner Anliegen war.

Aurora-Magazin: Die meisten Grünwähler kommen aus den städtischen Zentren und üben nicht-bäuerliche Berufe aus. War es nicht von vornherein absehbar, dass da der Vorarlberger Bergbauer Simma irgendwann nicht mehr recht ins Bild passt, sprich "die Grünwähler" nicht mehr entsprechend repräsentiert?

Simma: Gut, so kann man es auch sehen. – Aber für mich war grüne Politik immer wesentlich der Versuch einer Alternative: zu einer allzu weit gehenden Arbeitsteilung, der Gelddominanz, der "Vermarktung" aller Lebensbereiche, der starken Trennung von Produktion und Konsum, den fremdbestimmten und fremd bestimmenden Technologien und so fort. Und ich glaube, dieses Denken gibt es durchaus auch im städtischen Bereich. Denn auch im nichtbäuerlichen Bereich, auch in den Städten werden viele wichtige Beiträge zur menschlichen Existenz und zum guten Leben außerhalb der Geldwirtschaft als autonomes Tätigsein erbracht, z.B. Haushaltsarbeiten, Kinderbetreuung, Nachbarschafts- und Bekanntenhilfe, soziale Kontakte und Vereinsarbeit. Deshalb verwende ich gerne das Begriffspaar bäuerlich/ autonom. Allerdings muß ich einräumen, bei der Partei "Die Grünen" ist das heute kaum ein politisches Thema. Die heutigen Grünen kritisieren die Regierung wegen zu wenig Wachstumsimpulsen, ihre Ökologiepolitik bedient sich zu oft büro- und technokratischer Ansätze, die ökosoziale Umsteuerung ist kaum mehr ein politisches Thema. Und Sozialpolitik reduziert sich vor allem auf einen Diskurs über die Verteilung von Geldmitteln und Kindergartenplätzen. Und das alles in sehr tagespolitisch und strategisch gehaltenem Jargon.

Aurora-Magazin: Was fehlt der Sozialpolitik der Grünen Ihres Erachtens?

Simma: Ich glaube, dass es stattdessen mehr um eine bessere Primärverteilung im Sinne einer ökosozialen Kurskorrektur gehen sollte. Das heißt konkret: Davon ausgehend, dass wir maßgeblich von einer Nutzung der Schöpfungsgüter/Natur leben, sollte für die "überdurchschnittliche“ Nutzung dieser Güter eine öffentliche Abgabe erhoben werden. Diese Mittel wären über ein Grundeinkommen an die BürgerInnen zurückzugeben. Die entsprechende Bepreisung der Naturnutzung/des Naturverbrauchs trägt wesentlich zu einer nachhaltigen Naturnutzung bei und sichert damit langfristig auch den Zugang zu den natürlichen Ressourcen. Das Grundeinkommen fördert autonome Nicht-Geldtätigkeiten (unsere Familienbeihilfe ist ein funktionierendes Beispiel dafür) und kann die Erwerbsarbeit als "alleinige Existenzsicherung“ in mehrfacher Hinsicht hilfreich entlasten.

Aurora-Magazin: Welche Rolle spielt das Land bzw. das Bäuerliche überhaupt (noch) im Denken der Grünen und in der Politik insgesamt? Lässt sich die These bestätigen, dass das Land/das Bäuerliche "verschwindet" in dem Sinn, dass es an Aufmerksamkeit einbüßt oder in dem anderen Sinne, dass "aus ihm heraus" keine Lösungsansätze entwickelt werden? Frau Bennholdt-Thomsen meint etwa, dass "das größte Problem unserer Epoche darin besteht, dass wir über keinen befreienden Diskurs jenseits des sozialistischen und des bürgerlich-kapitalistischen verfügen. Beide sind städtisch, beide sind technikgläubig, beide sehen Freiheit nur jenseits des Reiches der Notwendigkeit, jenseits der Naturabhängigkeit." Ist da was dran?

Simma: Das was Frau Bennholt-Tommsen da sagt, hat aus meiner Sicht sehr viel für sich. Ja, so ein Diskurs wäre zu entwickeln, der könnte weiterführen -und da hätte die bäuerliche Wirtschafts- und Lebensweise eine Menge Interessantes und ich meine auch Tragendes beizusteuern. Neben gelebten und funktionierenden praktischen Beispielen, die noch viel mehr verbreitet sind, als wir gemeinhin mit unseren Köpfen wahrnehmen, wäre das Bewusstmachen dieser Möglichkeiten und Wirklichkeiten von großer Wichtigkeit. Man müsste ihnen einen öffentlichen Raum verschaffen. Ganz im Sinn von Ludwig Wittgensteins "Sprache schafft Welt". Jedenfalls, wenn wir das "Verschwinden des Landes" korrigieren wollen, kommt der "Subsistenzperspektive", d.h. der Stärkung der Selbstversorgung, ganz wesentliche Bedeutung zu. Ich meine, es ist vor allem um eine neue Balance zu ringen, in der die "Subsistenz" gegenüber der "Marktversorgung" deutlich an Gewicht gewinnt.

Aurora-Magazin: Sie betonen immer wieder die "Fülle", die "Potentiale", die in der landwirtschaftlichen Arbeit stecken. Worin sehen Sie diese?

Simma: Ich denke da an die vielfältigen Schöpfungspotentiale, wie Sonne, Regen, Boden, vielfältige Pflanzen und Tiere, menschliche Fähigkeiten und Kräfte, und ihre Nutzung in Verbindung mit einer langen bäuerlichen Wirtschafts- und Lebenskultur. Ich denke an autonomes Leben in beziehungsvollem, kommunikativem Zusammenspiel mit der Mitwelt - einschließlich funktionierender Rückkopplung. Und ich denke an höchste Effizienz, geringen Verkehrs- und Transportaufwand, Wirtschaften und leben ohne Abfälle, geringen Organisations- und Kontrollaufwand usw.

Aurora-Magazin: Worauf führen Sie selbst es zurück, dass das Bäurin-Sein/Bauer-Sein kein Beruf mehr ist, den man sonderlich gern anstrebt?

Simma: Ich würde das differenzierter sehen. Nun, es mag in gewissen Kreisen eine "negative Grundstimmung" geben. Das ist auch nicht ganz verwunderlich, wenn man sich das Ausmaß der Abwanderung aus der bäuerlichen Landwirtschaft vor Augen hält. Die bäuerliche Interessenvertretung läuft immer wieder Gefahr- in gewisser Weise fast naturgesetzlich - diese Grundstimmung zu verstärken. Andererseits kenne ich nicht wenige junge Leute, die mit Freude und Engagement in der Landwirtschaft tätig sind. Und ich kenne nicht wenige Leute, die gern landwirtschaftlich tätig wären, wenn sie zu erschwinglichen Bedingungen dazu Gelegenheit finden würden, d.h. zum Beispiel ein Anwesen in Aussicht hätten. Bäuerliches Leben ist in großer Fülle auch und gerade in kleinen Anwesen möglich und das sollte auch im öffentlichen Raum mehr bekannt werden.

Aurora-Magazin: Anders gefragt: Worauf führen Sie die Geringschätzung des Landes gerade von Seiten der Jungen zurück?

Simma: Noch einmal, ich sehe das nicht in dieser Eindeutigkeit. Natürlich wird diesbezüglich der zeitgeistige Mainstream eine Rolle spielen. Ein Versprechen der "Marktgesellschaft" ist die Beseitigung von Abhängigkeiten und Bindungen. Welcher junge Mensch strebt nicht danach? Allerdings kommen durch die Hintertür oft neue Abhängigkeiten nach, z.B. arbeitet man etwa vor allem, um das existenziell notwendige Geld-Einkommen zu verdienen. Aber danach zu fragen, wie sinnvoll diese Tätigkeit im Gesamtzusammenhang ist, darf man sich dann natürlich aus existenziellen Gründen nicht erlauben. Und im ganzen "Getriebe" verliert man dann als Einzelner ebenso wie als Gemeinschaft eine Vorstellung, wie es auch anders, vielleicht sogar besser gehen könnte. Gerade diesbezüglich könnte ein gesellschaftlicher und politischer Diskurs über alternatives Wirtschaften und eine entsprechende Praxis viele hilfreiche und lebensfreundliche Innovationen zu Tage fördern.

Aurora-Magazin: Glauben Sie, dass es in absehbarer Zeit zu einer "Wiederentdeckung" des Ländlichen, Regionalen und Bäuerlichen kommen wird? Oder muss man nicht ganz deutlich feststellen, dass die Sehnsucht nach Einfachheit/Ursprünglichkeit/Natur mittlerweile anders und abenteuerlicher ausgelebt werden kann, z.B. durch einen dreiwöchigen Trekkingtrip durch Nepal oder Peru?

Simma: Auch ich zweifle manchmal an dieser "Wiederentdeckung", wenn ich die Entwicklung in meinen Umfeld sehe. Und es ist zentraler Glaubensinhalt der arbeitsteiligen Ideologie, dass sie versucht, Leben über marktfähige Waren und Dienstleistungen zu erledigen, auf letzteres zu reduzieren. Jeder Mangel, der aus diesem Reduktionismus neu entsteht, ist wiederum eine potentielle Marktchance, ein neues Produkt, eine neue Dienstleistung, in deren Dienst wir uns wieder produzierend und konsumierend stellen dürfen. Demgegenüber meint Ivan Illich: "Der Unterschied, ob ein Bedürfnis wirklich befriedigt oder nur abgespeist wird, bemisst sich am Vergnügen, das mit der Erinnerung an persönliches, autonomes Handeln verbunden ist." Diesem "Vergnügen des persönlichen, autonomen Handelns" scheint mir bäuerliches Leben und Wirtschaften wesentlich näher zu kommen als viele sogenannte "selbständige und unselbständige Tätigkeiten" in arbeitsteiligeren Bereichen. Und noch etwas macht mir Hoffnung, nämlich dass es zumindest für einen - möglicherweise kleinen - Kreis von bewusst nach bäuerlichen/ autonomen Alternativen suchenden Menschen lohnend sein kann, diesen Weg zu gehen. Es ist die enorme Effektivität, die ein "kommunikatives Leben und Wirtschaften" mit der Natur und mit den Mitmenschen auszeichnet. Ich könnte aus meiner mittlerweile langjährigen bäuerlichen Berufserfahrung viele Beispiele erzählen. Nehmen wir aber nur den großen, nicht mehr ganz jungen Apfelbaum in Nachbarsgarten, der neben seiner die Umgebung bereichernden Gestalt nahezu jährlich zwischen 100 und 300 kg wunderschöne Äpfel ( Sorte Jakob Fischer) "produziert", und das bei unschlagbar geringem Arbeits- und Fremdstoffaufwand

Aurora-Magazin: Das Bauernsterben, sprich das Verschwinden der klein- und mittelbäuerlichen Strukturen wird nicht selten als der Preis für den Wohlstand und somit als "notwendige Strukturbereinigung" hingenommen. Der Chefredakteur der Salzburger Nachrichten, Ronald Barazon, schrieb etwa vor ein paar Jahren in einem Editorial, dass in Österreich nur 60 000 der 260 000 Landwirtschaftsbetriebe "zukunftsfähig" seien. Wird er am Ende Recht behalten?

Simma: Was die "Landwirtschaftsbetriebe" anlangt, wird er wohl nicht so weit daneben liegen. Barazon kommentiert hier als Journalist einen Prozess, der seit etlichen Jahrzehnten unübersehbar vor sich geht und sicher noch nicht abgeschlossen ist. Man kann diesen "Strukturwandel" auch als so etwas wie ein naturgesetzliches Ergebnis der "industriell- arbeitsteiligen Wohlstandsentwicklung" interpretieren. Jose´ Lutzenberger meinte einmal: "Die traditionelle Landwirtschaft war ein System, das nicht nur Nahrungsmittel erzeugt, sondern sie auch verarbeitet und verteilt hat. Etwa 40 % der arbeitenden Menschen waren in diesem Bereich tätig. Wenn wir berücksichtigen in welchen Ausmaß heute Betriebsmittel als Vorleistungen in die Landwirtschaft fließen, und dass Verarbeitung und Verteilung zu einem großen Teil ausgelagert sind und die in diesen Bereichen tätigen Menschen mit einbeziehen, sind heut kaum weniger Menschen in der Nahrungsmittelversorgung tätig. Dies allerdings bei ungleich höherem Aufwand an Fremdenergie, Fremdstoffen aller Art, Verkehr, Fläche und Gebäuden ..." Oder aus Sicht des bäuerlichen Anwesens gesehen: Die Hereinnahme von Dünge- und Futtermitteln, von Maschinen und "fremden" Baustoffen, die Verringerung der Verarbeitungs- und Verteilungstiefe ( auch wenn es früher "nur" zur Eigenversorgung der bäuerlichen Familie war): das alles bedeutet einen Transfer von Arbeit und Einkommen aus dem landwirtschaftlichen Anwesen in andere Wirtschaftsbereiche. Will nun der Bauer weiterhin gleichviel Arbeit und vor allem Einkommen haben, hat er zwei Möglichkeiten. Er kann den Betrieb vergrößern oder in den Nebenerwerb gehen. Im Ergebnis führt das eben zu genau dem Prozess, den die Volkswirte Strukturwandel nennen und dem manche, wie ich meine oft etwas vorschnell, so genannte Wohlstandsgewinne zuschreiben. Bleibt nur die Frage für wen?!

Aurora-Magazin: Muss die bäuerliche Wertschöpfung wieder erhöht werden?

Simma: Ja, das ist aus meiner Sicht ganz entscheidend! Allerdings Wertschöpfung in einem umfassenderen Sinn verstanden.

Aurora-Magazin: Sie haben sich immer entschieden gegen die "Wachsen-oder-Weichen-Ideologie" gewehrt. Nun stellt sich die Frage: Ist das Bewahren solcher Klein- und Mittelstrukturen ökonomisch und gesellschaftlich überhaupt zu rechtfertigen? Anders gefragt: Ist der Preis, den die Gesellschaft bzw. die einzelnen Konsumenten dafür zu zahlen haben, nicht zu hoch?

Simma: Die Frage nach dem Preis ist recht interessant, sich in sie zu vertiefen, könnte sehr erhellend sein. Es ist aber wohl vorab die Frage zu beantworten, was man ökonomisch und gesellschaftlich will. Konkret heißt das wohl: Soll/ Muss unsere "Geld-Wirtschaft", unser so genanntes "Bruttosozialprodukt" weiter bedingungslos wachsen, auch wenn das in hohem Maß zu Lasten der Erträge aus Natur und Nichtgeldtätigkeiten geht? Setzen wir auf Eigen- und Nahversorgung oder auf Verkehrswachstum? Ist eine weitestgehend solare Energieversorgung unser Ziel oder geben wir uns mit fossilen und nuklearen Energieformen und deren mehrfachen problematischen Nebenwirkungen ab? Setzen wir konsequent auf nachwachsende Rohstoffe oder nicht? Wollen wir den Pfad der Verschmutzung und Abfallerzeugung in Richtung einer unbedingten Kreislaufwirtschaft korrigieren? Sind wir bereit im Sinne von Zukunftsoffenheit, die Eingriffstiefe in unseren Planeten Erde auch durch angemessene Selbstbescheidung zu verringern? Sind uns autonome, überschaubare und damit für den Einzelnen bzw. für kleine Gemeinschaften selbst gestaltbare und kontrollierbare Lebensverhältnisse wichtig? Bäuerliche Landwirtschaft bzw. autonomes Leben und Wirtschaften, wie ich es meine und wie sie aber leider immer seltener werden, arbeiten mit hoher Eigenversorgung und geringem Verkehrsaufwand, beruhen auf Sonnenenergieumwandlung, kennen weder Verschmutzung noch Abfälle, beruhen auf und erzeugen nachwachsende Rohstoffe, sind fehlerfreundlich und zukunftsoffen, kennen durchaus den Wert der Selbstbescheidung und ermöglichen in hohem Maß autonome und kleinräumig gestaltbare Lebensverhältnisse, in denen auch Nachbarn eine positive Bedeutung haben. Ich glaube auch, es ist eine Bedingung von Freiheit und gutem Leben, dass in einer Gesellschaft autonomes Tätigsein in einem nicht unbeträchtlichen Ausmaß stattfindet. Erst auf dieser Basis kann arbeitsteilige Marktwirtschaft ohne negative Effekte ihre wirtschaftlich und gesellschaftlich positive Wirkung entfalten. Und erst so wird Demokratie lebbar. Auf dieser Basis von Werten wird es dann auch lohnend über Preise nachzudenken und zu reden. In meiner Sicht haben wir es bei unseren Preisen, die über öffentliche Einnahmen und Ausgaben in sehr hohem Maße öffentlich und damit politisch beeinflusst sind, mit enormen Fehlentwicklungen zu tun – z.B. weit überhöhte Arbeitskosten und deutlich zu geringe Bepreisung des Natur- und damit auch Fremdenergieverbrauchs. Es würde leider den Rahmen dieses Beitrags sprengen, sich hier weiter zu vertiefen. Es harrt hier allerdings ein enormes Betätigungsfeld für eine qualitätsvolle Bearbeitung von Seiten der Wirtschaftswissenschaft und Politik.

Aurora-Magazin: Was wäre für Sie die schlechteste Entwicklung, die das Land nehmen könnte?

Simma: Wenn Paragleiten und Joggen die einzigen autonomen Tätigkeiten wären.

Aurora-Magazin: "Das darf nicht verschwinden!" Woran denken Sie bei diesem Satz zuerst, wenn Sie an das Land denken?

Simma: Es ist dieses autonome und zugleich mit sich selbst und seiner Mitwelt kommunizierende Leben und Wirtschaften, zu dem ein gewisses Auf-ein-Ander-angewiesen- Sein ebenso gehören wie eine gewisse Bescheidenheit, auch im Sinn von Respekt für den Eigenwert auch des nichtmenschlichen Gegenüber ...

Aurora-Magazin: Herr Simma, vielen Dank für das Gespräch.




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