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Soziales ist die Würze des Lebens
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Eine neue Jugendorganisation in Wien unterstützt Pater Georg Sporschills Projekte
für Straßenkinder in Rumänien, Moldawien und der Ukraine.

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V
on Heinz Wagner
(01. 05. 2007)

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(c) www.allesaple.at

Heinz Wagner

ist Redakteur des Kurier
und betreut die einmal
wöchentlich erscheinenden
Ausgaben des Kinder- (KiKu)
und des Jugend-Kurier.


 

Webtipp

www.concordia.co.at/chili

 

 


(c) Heinz Wagner

 

 

"Es gibt in Wien auf der einen
Seite genügend Jugendliche
mit vielen 'verrückten' Ideen,
die etwas Sinnvolles tun
wollen, und auf der anderen
Seite finden wir auch hier
genügend Not und Elend,
wo man anpacken kann."
(Valerie Schmidt-Chiari)

 

   "Straßenkinder waren für mich die härteste Droge. Nach einem Jahr Arbeit in Rumänien hatte ich in Wien schwere Entzugserscheinungen." So schilderte Can Tepeköylü vergangene Woche in der Wiener Vorgarten-Remise, wie es zur Gründung von "Chili Concordia" kam. Dies ist die frisch gegründete Jugendorganisation von Concordia. Unter diesem Namen firmieren die von Pater Georg Sporschill ins Leben gerufenen Projekte für Straßenkinder – zuerst in Rumänien, dann auch in Moldawien – mittlerweile für einige hundert Kinder und Jugendliche.

Im Dezember 2006 luden die Chilis zum großen Fest in die einstige Straßenbahn-Garage. Neben der Chili-Jazzband und der Percussion-Band "Africa-Samba-Group of Life" sorgte auch ein Chor junger Rumäninnen und Rumänen aus den Concordia-Projekten für das musikalische Programm. Valerie Schmidt-Chiari kam vor einem Jahr aus der moldawischen Hauptstadt Chisinau zurück. Nach dem ersten Studienabschnitt Geschichte "wollte ich etwas Sinnvolles machen", erzählt sie. Das Jahr der freiwilligen sozialen Arbeit war für sie – so wie für den eingangs zitierten Kollegen – mehr als erfüllend, "ein Geschenk" nennt sie es sogar.

   Heimatlosen Kindern und Jugendlichen helfen zu können – das war nur die eine Seite. "Wir haben alle zusammengelebt wie eine Familie." Der Mix aus sinnvoller Tätigkeit und der schier grenzenlosen Liebe, die dafür zurückkommt, ließ auch Marcelin Florea nicht mehr los. Der gebürtige Rumäne wollte während seiner pädagogischen Ausbildung nach der Schule in seiner Heimat zunächst nur für ein paar Wochen in einem der Concordia-Projekte arbeiten. Das war vor gut zwei Jahren. Er blieb "hängen", arbeitete zunächst im Sozialzentrum St. Lazarus in Bukarest, später auf der "Farm der Kinder" St. Paul und nun in Wien. "Bis Juni 2007 helfe ich hier mit beim Aufbau der Jugendorganisation.

"Ich fühl' mich so leer" – so hatte sich Can Tepeköylü an Georg Sporschill gewandt. "Die Werte, die ich bei den Straßenkindern gelernt habe, will ich weitergeben." Das war seine Motivation für die Gründung der Jugendorganisation. "Aber wird das überhaupt andere Jugendliche interessieren?" Das war hingegen seine Sorge. "Du schaffst es schon!", bekam er von Sporschill zu hören. Und so trauten er und eine Handvoll weiterer Jugendlichen sich zu, so eine Plattform zu gründen. "Sie ist die Würze des Lebens, Wien verträgt durchaus Schärferes", begründen sie den Namen "Chili Concordia".

   "Ich genieße es, mit euch zusammen zu sein, das gibt mir Kraft", meinte Michael Hagleitner. Und Valerie Schmidt-Chiari ergänzt: "Es gibt in Wien auf der einen Seite genügend Jugendliche mit vielen 'verrückten' Ideen, die etwas Sinnvolles tun wollen, und auf der anderen Seite finden wir auch hier genügend Not und Elend, wo man anpacken kann."

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